Mittwoch, 03.12.2014

Ein baldiges Wiedersehen..

..in nicht mal mehr zwei Tagen bin ich schon wieder zu Hause. Kaum zu fassen, oder? Gerade bin ich dabei, meinen Koffer auf 23 kg zu reduzieren, meinen Boardingpass zu drucken und das Handgepäck möglichst geschickt zusammenzupacken. Freitag habe ich meine zweite Heimat PE verlassen und bin seitdem in Johannesburg.  Erst habe ich meine Freundin Natalija und ihre Familie im Stadtteil Randburg besucht, nun bin ich in Mondeor bei der lieben Tracey. Gleich gehen wir gemeinsam brunchen und genießen die für mich letzten Sonnenstrahlen. Der Wetterumschwung in diesem Jahr wird wohl etwas heftiger als letzten Dezember. Meine Gefühle sind gemischt. Einerseits freue ich mich auf die Weihnachtszeit mit meiner Familie, das Schlendern über den Weihnachtsmarkt, selbstgebackene Kekse und Klaben und leckeres, zum Wetter passendes Essen. Andererseits denke ich zurück an die vergangenen Wochen, in denen ich die wohl interessanteste Person kennengelernt hab, die mir je begegnet ist. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass mir noch ein Grund gegeben wird, bald wieder nach Südafrika zurückzukehren. Aber da führt wohl kein Weg dran vorbei. Mittlerweile habe ich wirklich das Gefühl, dass nichts ohne Grund passiert..

Um diejenigen aufzuklären, die noch keinen blassen Schimmer haben: Er heißt Xolisa, ist 21 Jahre jung, studiert Marketing an der NMMU im dritten Jahr und ist aufgewachsen in Grahamstown, etwa 1 einhalb Stunden von PE entfernt. Dort wohnen auch seine Eltern mit seiner 17-jährigen Schwester Siphosethu. Eine wundervolle und liebenswürdige Familie, die ich vor zwei Wochen persönlich kennenlernen durfte. Eigentlich ist es in der Xhosa Kultur nicht üblich, den Eltern die Freundin gleich zu Beginn der Beziehung vorzustellen, aber wir haben gemeinsam beschlossen, dass es in unserer Situation wohl besser wäre. Schließlich sind wir ab morgen 14.000km voneinander entfernt. Eine ziemliche Distanz für eine Fernbeziehung. Wir sind aber beide sehr zuversichtlich, dass wir das packen :) so viele Gemeinsamkeiten wie wir beide haben ist fast erschreckend, aber andererseits natürlich auch schön. Wir haben beide vor, die Welt zu entdecken. Zudem haben beide den Studienabschluss vor Augen, sind super motiviert und sprühen nur so vor Ideen, die Welt ein Stückchen besser zu machen. Wer weiß, was wir zusammen erreichen können. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt ♥

♥

Dementsprechend habe ich die letzte Woche in PE auch so gut es geht genutzt, um ihn besser kennenzulernen. Und das habe ich. Wir haben uns gegenseitig einige Sätze in der jeweiligen Muttersprache beigebracht, viel gelacht und über die Geschichte und Probleme Südafrikas geredet. Stundenlange, interessante Konversationen, die ich nie vergessen werde. Jetzt, wo ich bald wieder zurück in Deutschland bin, verlagern sich diese Gespräche natürlich auf Whatsapp, Facebook, Viber und Skype. Ich bin froh, dass dies heutzutage alles möglich ist. Wie hat man in der Vergangenheit eigentlich Fernbeziehungen aufrecht erhalten können ohne all diese neuen Medien?!

Kommende Woche werde ich in meinem Heimatort Augustfehn einen Vortrag über Südafrika halten. Bin nun fleißig dabei, diesen vorzubereiten. Die NWZ wird diesen netterweise in der lokalen Zeitung ankündigen und hoffentlich ordentlich Werbung machen. Mama und Papa haben schon Flyer verteilt und es rumgesprochen. Bin mal gespannt, wer so kommt. Du auch?

Der Flyer für die Präsentation :)

Mein zweiter Aufenthalt in dem wundervollen Land war mal wieder mehr als bereichernd und ich hoffe sehr auf eine baldige Rückkehr. Selbstverständlich werde ich diesen Blog dann wieder mit neuem Inhalt füllen. Solange dient 'Heimatbrücke' als Anlaufstelle, um mehr zu erfahren. Ich empfehle sehr, dort ab Januar mal einen Blick reinzuwerfen! :)

Freitag, 14.11.2014

African experience!

Dienstag ging's los! Mein zweiter Garden Route Trip, diesmal mit zwei Freundinnen aus OL. Wir hatten im Vorfeld ja bereits alle Hostels gebucht und somit auch eine geplante Route. Dennoch sind wir spontan an bestimmten Orten enlang der Route angehalten und haben entweder die Sonne genossen oder Schutz vor dem starken Regen gesucht. Das Wetter ist zurzeit unberechenbar. Nicht so, wie ich es von Südafrika gewohnt bin.. aber nützt nichts. Immerhin hatten wir an den Tagen Glück, an denen wir unsere wenigen Aktivitäten geplant hatten - einen Ausflug zum Natures Valley, ans Cape Agulhas und Whale Watching in Hermanus. Das war gestern und heute. Wir haben das gesehen, was wir gerne wollten :)

Erster Stop: Natures Valley Suna und ich vor atemberaubender Landschaft in Hermanus Den kleinen Freund haben wir auch getroffen :) :) back in those years der Baum war einfach zu schön! Whale Watching Tour - mit heftigem Meergang :/ AAABER, ich kann nun behaupten mehrere Wale gesehen zu haben! :) ein Künstler am Strand....und seine tollen Werke Craft Market

Unser erster Stop war Jeffreys Bay. Dort sind wir beim Billabong Outlet shoppen gegangen und haben leckeres Mittagessen bei InFood genossen. Im Anschluss ging es weiter nach Plettenberg Bay, wo und ein Zimmer im Abalone Beach House hatten. Meistens schlafen wir zu dritt in einem Raum, was die Kosten für die Unterkünfte wesentlich minimiert. Bisher hatten wir nur saubere Zimmer, bequeme Betten und genug Platz für unser Gepäck. Hoffentlich auch in Kapstadt! Dort wohnen wir im Atlantic Point Backpackers im Stadtteil Greenpoint. Auf dem Weg sind wir noch bei den Knysna Heads, bei einem Craft Market und beim Knysna Elephant Park angehalten. War sehr bewölkt an dem Tag und hat später auch geregnet. Was aber nicht zu unserem Nachteil war. So bekamen wir die Chance, uns mit den Elefanten gemeinsam unterzustellen und ihnen somit sehr nahe zu kommen. Die mögen nämlich auch keinen Regen! Wusstet ihr das? ;) Diese tollen Aufnahmen sind dabei entstanden:

Knysna Heads Aussichtspunkt Gruppenfoto! :) Panoramabild im Knynsa Elephant Park Soo viele gleich.. Näher geht's wohl nicht..

Nach dem Stop in Knysna ging es an dem Abend noch weiter nach Mossel Bay. Dort haben wir nur übernachtet (Mile Crunchers Hostel), weil wir am nächsten Tag einen langen Roadtrip über Swellendam und Cape Agulhas nach Hermanus vor uns hatten. Einige Eindrücke:

Blick auf Mossel Bay Stop kurz vor Swellendam :) mit dem neuen Objektiv geschossen! relaxen von der langen Autofahrt Endlich dort angekommen! :) Wir drei! Unser Mietwagen, ein Chevi Spark Goodbye Momentaufnahme!

Morgen gehts weiter. Erst besuchen wir Gaby und bringen ihr einen Kalender vorbei, nehmen dann die R44 entlang der Küste und fahren direkt zum Woodstock Food Market in der Old Biscuit Mill, sehr lohnenswert! War vergangenes Jahr schon mal dort und habe mich sehr geärgert, dass ich direkt vom Frühstück kam und deshalb keinen Hunger hatte :D Am Sonntag wurden wir von einer deutschen Gründerin zum Lunch nach Fish Hoek eingeladen. Wir alle drei! Total nett, wie ich finde. Mit ihr führe ich das erste Interview für das Buchprojekt. Montag und Dienstag habe ich weitere Termine. Unter anderem auch mit einer Deutschen, die Play Handball ZA gegründet hat. HANDBALL in SÜDAFRIKA, und ich hatte keine Ahnung davon! In der Zeit werden wir uns also aufteilen, damit wir alle was von dem Aufenthalt haben. Möchte nur nochmal gerne auf den Lions Head und den Campus der University of Cape Town (UCT) im Stadtteil Kirstenbosch besichtigen. Vielleicht können wir uns mit Gabys Nachbarin Inge dort treffen. Werden bestimmt ein paar interessante Tage! Trotzdem kann ich es gar nicht abwarten, bald wieder zurück in PE zu sein. Den Grund haben einige von Euch schon erfahren..

Melde mich wieder zurück aus Kapstadt oder Oudtshoorn, sollte ich die Zeit dazu finden!

Liebe Grüße aus diesem wunderschönen Land

Donnerstag, 30.10.2014

Es läuft alles nach Plan!

Das ist auch der Grund, warum ich ich jetzt erst schaffe, mich mal wieder zu melden. Ich bin so beschäftigt, dass ich ständig unterwegs auf Terminen bin. Die vergangenen paar Tage habe ich mich mit 7 Frauen für das Buchprojekt, dem CEO eines bekannten Hausprojektes hier in Walmer getroffen und an zwei Meetings des ANC mit Bewohnern als 'international guest' teilgenommen. Das Ganze hat Kevin arrangiert. Dort sollte ich dann aus dem Stehgreif von dem Hausprojekt des INEP Instituts berichten. Für mich haben sich im Gegenzug Kontakte für meine Bachelorarbeit ergeben. Guter Deal, würd ich sagen. Einige davon werde ich morgen interviewen, wünscht mir also ganz viel Glück, dass alles klappt! - Also (zu gestern:) es hat, zeitlich gesehen, nicht alles genau so geklappt, wie geplant, aber ich habe mittlerweile schon vier Interviews geführt!!! und interessante Infos bekommen. Von zwei Shackbewohnern und zwei Bewohnern eines RDP Hauses. Bildmaterial konnte ich auch sammeln! Wer dies begutachten möchte, sollte sich meine BA durchlesen ;) So sehen einige von den neueren RDP Häusern von außen aus: 

Nun gehts an die Transkripte und letzte Kontaktaufnahmen. Und bald geht es ja auch schon wieder nach Hause.. zuvor habe ich noch einen Tagesausflug nach East London vor mir. Mathabo & Mzolisi sind so nett und begleiten mich an dem Tag. Sind 3 1/2 Stunden Autofahrt dorthin. Ich werde das Modellhaus besuchen, was vom INEP Institut für die Menschen in der kleinen Gemeinde Ilitha errichtet wurde, treffe mich mit dem lokalen Koordinator und schreibe im Anschluss einen kleinen Report, den ich auch für meine BA nutzen kann. Bin schon gespannt, das Haus mal in Natura zu sehen. In einer Woche (nächsten Dienstag, 11.11.) geht es dann auch schon los nach Kapstadt! Fahre mit Suna und Nini, den beiden Mädels aus Oldenburg für 13 Tage die Garden Route entlang (Plettenberg Bay - Mossel Bay - Hermanus - Kapstadt - Stellenbosch - Oudtshoorn - Tsitsikamma - Port Elizabeth). Alles ist soweit organisiert. Ich hab die Unterkünfte gebucht (für nur 150 Euro bei 12 Nächten, meistens Triple Room), Suna hat sich um den Mietwagen (Hyundai i10) gekümmert. Ich hoffe wir kommen damit über alle Berge :D mit dem Ford Figo war das auch schon nicht so einfach.. aber wird schon klappen! Freue mich jedenfalls darauf, die schöne Landschaft erneut bestaunen zu können. In Kapstadt warten dann fünf Termine auf mich, also ist der Terminplan schon recht voll. Denke aber, es lässt sich noch etwas Zeit finden, nochmal den Lions Head zu erklimmen oder einen Drink in Camps Bay zu genießen.

Vorletzten Freitag (24.10.) wurden wir von Masifunde zu einem Workshop mit anschließendem Abendprogramm eingeladen. Erst sind wir in Gruppen zusammengekommen und haben diskutiert, wie man das Angebot und die Koordination der Projekte verbessern kann. Im Anschluss gab es super leckeres, typisch südafrikanisches Essen! Zudem stand danach ein Besuch bei Candoz, eine Art Talente'schuppen' im Township an. Wir sind also mit der gesamten Gruppe dort zu Gast gewesen, haben begabten Schauspieler/innen, Dichter, Sänger/innen zugehört und einen einmalige Abend verbracht. Einmalig auch deshalb, weil ich dieses Erlebnis vermutlich nicht wiederholen werde. War zwar eine tolle Show, aber bei Dunkelheit durchs Township zu fahren ist schon mit Nervenkitzel verbunden. Deshalb war ich froh, am Ende des Tages wieder in meinem Bett zu liegen. Zum Glück war Yoliswa (meine Freundin, die zwar Xhosa ist, auch Deutsch sprechen kann) auch mit dabei :)

Gruppenbild - Yoli & ich haben uns ein wenig versteckt.. Gospelband Drama

Vergangene Woche habe ich dann von den Spendenmitteln, die bisher durch den Kalender zusammengekommen sind (etwa 150 Euro!! super klasse), Federmappen mit Inhalt für die Kinder vom Homework Club gekauft. Am Mittwoch war dann der große Tag der Übergabe! :) Die strahlenden Gesichter und die vielen Thank you's waren wirklich schön. Die anderen internationalen Studenten haben noch einige Süßigkeiten und Getränke mitgebracht (weils auch ihr letzter Tag war) und somit war es insgesamt ein sehr schöner Nachmittag mit den Kids. Bilder sagen wohl wieder mehr als Worte.. sobald ich alle E-mail Adressen der Käufer zusammen hab, schick ich nochmal eine Dankesmail raus. Damit auch alle sehen, wo das Geld letztendlich angekommen ist.

DANKE :) die Freude war groß! :) mit teacher Colleen, die die Kids seit mehreren Jahren im Homework Club betreut. Sie hat mich gleich dreimal gedrückt :) meine Nolu ♥ Gruppenbild mit allen Kindern & Volunteers

Eigentlich war für Sonntag geplant, Luzuko auf einen Geburtstag einer Freundin zu begleiten. Dafür hatte ich mir extra ein schickes Kleid gekauft. Aber leider war irgendwas mit dem Schiff nicht in Ordnung, das sie für den Geburtstag gebucht hatte. Also sind Luzuko und ich nach der Kirche zu ihr gefahren und sind mit ihr zum Essen ausgegangen. Ins Something Good an der Beachfront. Als wir dort waren, fiel im gesamten Stadtteil Humewood und Teilen Summerstrands und Walmers der Strom aus. Wir wurden zwar trotzdem bedient, hat aber alles etwas länger gedauert. Als ich zurück nach Hause kam, war wieder alles in Ordnung.

neues Kleid :) im Something Good wir 4 :) :D

Außerdem habe ich zwei tolle Neuigkeiten zu berichten! Kürzlich habe die Gelegenheit bekommen, für ein junges Start-Up Blog zu schreiben. Das heißt: 4 Artikel und 8 Bilder pro Monat gegen einen netten Nebenverdienst hochzuladen. Das Konzept nennt sich Heimatbrücke und das Team dahinter versucht, mit einer Plattform den Austausch zwischen permanent oder temporär im Ausland lebenden Deutschen und ihren 'Landsleuten' zu schaffen. Es sollen dort Informationen zu Land, Kultur und Leuten erscheinen und die Website an sich soll Unternehmen als Kleinanzeigenportal dienen. Bin schon sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickelt und bin stolz, meinen Teil beitragen zu können! Sobald die Seite offiziell gelauncht ist, könnt ihr sie unter diesem Link erreichen: http://heimatbruecke.de/

Eine weitere tolle Möglichkeit wäre es, Anfang/Mitte Dezember (genauer Termin steht noch nicht fest) einen Vortrag über Südafrika in der Eisenhütte zu halten. Die Idee ist von Papa und ich denke, das wäre definitiv eine gute Gelegenheit, noch den ein oder anderen Kalender zu bringen. Ein ideales Weihnachtsgeschenk :). Habe Nozibele bereits als 'special guest' gewinnen können und freue mich darauf, Südafrika-feeling nach Augustfehn zu bringen.

Das soll Inhalt des Vortrags sein:

Auslandsstudium – warum Südafrika? Planung, finanzielle Unterstützung & Mehrwert des Aufenthaltes

Eindrücke aus dem Unialltag, der Arbeit im Township und dem Leben in Südafrika

Die Arbeit der Masifunde Bildungsorganisation

Südafrika als Reiseziel – beeindruckende Landschaften, Tierwelt und kulturelle Besonderheiten

Dienstag, 21.10.2014

Kontakte über Kontake :)

Es geht nichts darüber, neue und interessante Menschen auf diese Art und Weise kennenzulernen! Meistens läuft das in etwa so ab: Ich kontaktiere Personen, die über ein großes Netzwerk verfügen. Diese leiten mir wiederum einige Namen und Kontaktdaten weiter, die gute Ansprechpartner wären, weil sie eine soziale Unternehmung gegründet haben oder sich anderweitig engagieren. Ich verfasse E-mails oder rufe diese direkt an und stelle mich und das Buchprojekt kurz vor. Bislang habe ich noch keine skeptische Antwort von diesen Frauen erhalten, sondern bin auf hohe Bereitschaft gestoßen, sich mit mir für ein Interview zu treffen. Die ersten Frauen habe ich bereits kennengelernt und bislang macht mir diese 'Arbeit' auch sehr viel Spaß muss ich sagen.

Einmal ist das Elizabeth, die in einem armen Stadtteil Port Elizabeths die Sunrise Preschool eröffnet hat und mittlerweile Mama für 40!! Kinder ist. Ihr hat die Situation der Kinder im Township, die von ihren erwerbstätigen Eltern tagsüber alleine gelassen werden, so leidgetan, dass sie immer mehr Kids zu sich aufgenommen hat. Erst in ihrem eigenen RDP Haus, später hat ihr die Kirchengemeinde dabei geholfen das Gebäude für die Krippe zu errichten. Die Kinder von 1-6 Jahren kommen jeden Morgen um 5 Uhr zu ihr und werden nachmittags um 4 wieder von ihren Eltern wieder abgeholt. In dieser Zeit beschäftigt Elizabeth sich mit ihnen. Sie kocht für sie, singt mit ihnen und bringt ihnen Wochentage, Farben und ihre Körperteile bei. Den älteren Kids bringt sie Rechnen und Schreiben bei und meldet sie bei der Schule an. Unterstützt wird sie dabei nur von ihrer Tochter und durch einen kleinen Betrag von 10 Euro, den die Eltern der Kinder an Elizabeth zahlen. Selbst am Wochenende kommen einige Kinder sie besuchen, weil sie sie so vermissen.. ;) Eine wirklich hingabevolle Frau, die sich bemerkenswert für das Wohl dieser Kinder und die Bildung im Township einsetzt und sich dafür sehr zurücknimmt. Darf ich vorstellen:

Elizabeth und ihre Kids :) soo süß!

Ich werde die Preschool auf jeden Fall nochmal besuchen, einen Fantakuchen für die Kids backen und ein paar Stifte besorgen, die dort dringend benötigt werden. Mich hat es sehr gerührt, wie sehr sich Elizabeth über meinen Besuch gefreut hat. :)

Gestern habe ich Laura & Louise von Greencyle, einem Recycling Collection Service, kennenlernen dürfen. Sie haben sich beide sehr für Zeit für das Interview genommen und mir einen Einblick in das harte Geschäft mit der Mülltrennung hier in Südafrika gegeben. Die Zwei sind seit sechs Jahren dabei und verdienen erst seit 2012 Geld mit ihrer Idee. Dies war ihnen jedoch schon bewusst, bevor sie mit der Firma starteten. Sie wollten mit ihrer Unternehmung einen Beitrag für ein sauberes PE leisten. Sie sammeln bestimmte recyclebare Gegenstände bei Privathaushalten, Firmen und Tankstellen ein, sortieren und säubern alles in einer großen Halle und verkaufen diese Teile dann im Anschluss an Kleinunternehmer weiter, die aus dem Müll neue Produkte herstellen (z.B. http://www.karookwezi.co.za/, die aus großen 5L Wasserbehältern kreative Lampen kreieren).

Im Laufe der nächsten Wochen habe ich viele weitere Termine mit Frauen, die eine soziale und innovative Idee in die Tat umgesetzt haben. Bin schon gespannt darauf, diese Personen zu treffen. Alles wird am Ende in einem Buch zusammengetragen, um möglichst viele Menschen auf die tollen Projekte und die starken Frauen dahinter aufmerksam zu machen. Coole Sache, oder? :)

Ansonsten habe ich letzte Woche viel an meiner Bachelorarbeit gewerkelt und bin sehr zuversichtlich, dass dabei was richtig Gutes rauskommt. Jeden Tag wird mehr zu dem Thema in der Zeitung veröffentlicht und ich konnte schon viele Artikel sammeln, die mir sicher noch nützlich sein werden. Bin mittlerweile bei 20 ausformulieren Seiten angekommen und muss eher befürchten, dass der Platz nicht ausreicht als dass ich meine Seiten nicht gefüllt bekomme. Hoffe sehr, dass ich in den kommenden drei Wochen meine drei Interviews mit Township-Bewohnern führen kann. Sollte eigentlich machbar sein. Einmal habe ich mich mit Kevin schon getroffen. Wir sind gemeinsam zum ANC Head Office gefahren. Dort habe ich einen ersten Einblick in den unfassbar hohen Bürokratieaufwand bekommen und erste Kontakte knüpfen können.

Am Samstag ist Susan von ihrem Familienurlaub wiedergekommen. Sie hat mir Fotos gezeigt, viel erzählt und mir ein kleines Mitbringsel vom Urlaub (ein buntes Portemonnaie) geschenkt. Werde ihr nun definitiv auch was auf meinem Kapstadtrip besorgen, der wahrscheinlich vom 11.-23.11. stattfindet. Mittwoch treffe ich mich mit den Mädels, um Mietwagen etc. zu organisieren. :) Habe erste Termine in Kapstadt ausgemacht und freue mich sehr auf den Ausflug!

Meinen Flug nach Johannesburg habe ich für knapp 100 Euro nun auch gebucht. Besuche dann Natalija, Tracey und vielleicht auch Lorna auf ihrer Farm in Nelspruit. Die zwei würden mich gerne auf einen Trip in den Kruger Nationalpark mitnehmen, aber ich würde mich auch sehr freuen einfach die beiden mal wieder zu sehen und vllt einige schöne Plätze zu besuchen, die ich letztes Jahr nicht gesehen habe. Am 03.12. geht mein Flieger nach Frankfurt, wo ich dann einen Zug (hoffentlich haben die Streiks dann endlich ein Ende!) nach Bremen nehme. Seht ihr, so schnell komm ich schon zurück! Die Zeit rast und die Wochen vergehen wie im Fluge.. :O Bin aber froh, dieses Weihnachten zu Hause und nicht bei prallender Sonne zu verbringen :)

Zuletzt möchte ich noch auf ein tolles gemeinnütziges Projekt hinweisen. Super geeignet für alle, die mal auf Schokolade in ihrem Adventskalender verzichten können und stattdessen jeden Tag eine gute Tat vollbringen möchten: http://www.24-gute-taten.de/adventskalender/

Meld mich, wenns was Neues zu berichten gibt! ?

Dienstag, 14.10.2014

Mountain Zebra & Camdeboo National Park

Pure African experience! Am Sonntagmorgen um 4 Uhr gings los! Mit einer Gruppe von 9 Leuten (aus Schweden, den USA und Deutschland) und Kevin, unserem Tourguide. Jeder wurde von zu Hause eingesammelt. Dann ging es auf zum Cheetah tracking! Wie ihr euch das vorstellen könnt, seht ihr auf den Fotos! ;) Nach 2 einhalb stündiger Fahrt kamen wir im ersten Nationalpark an, wo unsere Guides schon mit offenem Geländewagen auf uns warteten. Da dieser schon voll war, ist Kevin bei der Rezeption geblieben und hat sich von der Fahrt ausgeruht. Er musste uns schließlich noch sicher nach Hause bringen am Ende dieses langen Tages!

unsere Gruppe & Guides Mit diesem Gerät konnten die Guides 7 der Cheetahs aus dem Park aufspüren! Durch die Berge, auf der Suche nach wilden Tieren! Ohoh!

Was wir dann gesehen haben, ist äußerst selten und war wahnsinnig beeindruckend mitzuerleben. Als die Guides die Mama von 4 Kindern endlich aufgespürt haben, schien sie sich gerade auf die Suche nach einem Rehbock zu machen. Wir setzten uns ins Gras und warteten.. nach einer Weile scheuchten uns die Guides auf, alle holten Ihre Kameras heraus und versuchten den Moment festzhalten. Bereits nach wenigen Sekunden war die Gepardin erfolgreich mit ihrer Jagd und zog das erfasste Wild in den Schatten. Im Anschluss gab sie Geräusche von sich, die mit einem Vogelzwitschern vergleichbar sind. Die Guides erklärten uns, dass die Mama ihre Jungen ruft und solange nicht beginnen würde, das Wild zu verspeisen. Nach etwa 20 Minuten tauchten diese dann auch auf. Die Zeit dazwischen saßen die Guides mit Gewehr aufmerksam um uns herum. Die Jungtiere besitzen nämlich noch kein Halsband, mit dem sie aufgespürt werden können. Wir mussten uns sehr ruhig verhalten, um die Tiere nicht zu verschrecken. Wahrscheinlich wäre es eher andersherum, aber naja.. :D Als diese bei ihrer Mama waren, haben sie gemeinsam mit dem Mahl begonnen. Wir haben uns in der Zwischenzeit näher an das Geschehen rangepirscht. Aber immer nur in Kleingruppen von 3 Personen. Ich habe mich ein wenig wie ein Eindringling in die Privatsphäre der Tiere gefühlt. Aber das ist man wohl immer, auf Safaris generell. Die folgende Auswahl zeigt Euch, wie nah wir an das Geschehen rangepirscht sind. Mein Kameraobjektiv war leider nicht optimal dafür, die Jagd- und Fressszene einzufangen. Ich hoffe sehr, dass wir die Bilder noch mit den anderen Internationalen austauschen. Diese haben mit ihrer Ausrüstung super Schnappschüsse machen können! Das sind aber erstmal meine Bilder. Hoffentlich könnt ihr die Geparden entdecken :)

Könnt ihr was entdecken?

Zurück im Camp haben wir zunächst auch gefrühstückt (es gab Omlette mit Pilzen und Bacon). Die beiden Guides, die ihren Job wirklich gut gemacht haben, haben sich noch auf einen Drink zu uns gesetzt. Einer erzählte uns, dass er in seinen 9 Jahren, die er schon in dem Park arbeitet, nur zweimal diese Szenen live mit ansehen konnte. Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs.. kam mir gar nicht so lange vor! Schon während der Tour hat er sich mit uns über einige Geschichten aus dem Park unterhalten. Mit einer wollte er aber erst herausrücken, als wir zurück im Camp waren.. zu Recht. Erst meinte er, dass er nun Millionär wäre, wenn er vor 3 Jahren eine GoPro besessen hätte. Als Tourguide erlebt man ja so einiges.. aber er hat einen Angriff eines Nashorns überlebt, an denen andere Menschen sterben. Mehr führe ich an dieser Stelle besser nicht aus.. Wir sind alle heile geblieben und haben mit wahnsinnigen Erlebnissen den Park wieder verlassen. Auf dem Weg zur Grenzkontrolle sind wir noch einigen anderen Tieren begegnet.

einem Spießbock einem Erdmännchen und dem südafrikanischen Wappentier, dem Springbock

Im Anschluss sind wir weiter nach Nieu-Bethesda, ein schnuckeliges kleines Dorf im Nirgendwo. Dort haben wir einen kleinen Bummel gemacht, Drinks für den Sonnenuntergang eingekauft und ich habe das Owl House besucht, wo Kunst ausgestellt ist. Einige Eindrücke von diesem Stop und dem Weg dorthin:

On the road! schöner Ausblick! Nini, Suna und ich in dem Dorf ein kleines Cafe Die süße Kirche :) Der Garten des Owl Houses :D

Unsere Weiterfahrt nach Graaff Reinet, wo der Camdeboo Nationalpark liegt, war wieder geprägt von wunderschöner Landschaft. Schöne Straßen für eine Motorradtour, oder Papa? Vielleicht sollten wir an unserem Vorhaben festhalten.. :P Dort angekommen, mussten wir uns ein wenig beeilen, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Die Ausblick haben sich so gelohnt! Es war unfassbar hoch und ich schätze, Du hättest Dich nicht getraut, Dich dort auch nur hinzusetzen, Mami! Aber seht selbst:

Angekommen im Camdeboo! Unsere Visitor's Map :) Wahnsinns Ausblick! Lieblingsbild des Tages! sooo hoch! zum Sonnenuntergang rennen :D Nini und ich, kurz bevor die Sonne verschwunden war..

Ein toller Tag ging damit zu Ende. Auf der Rückfahrt habe ich mich ganz lange mit Kevin über meine BA und die aktuelle politische Situation unterhalten. Er hat angeboten, mich die kommenden zwei Wochen intensiv in der Arbeit zu unterstützen und mich einigen Leuten vorzustellen. Hoffentlich klappt das! Wünscht mir Glück :)

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