Berichte von 08/2013

Mittwoch, 21.08.2013

Intervarsity at NMMU

Ein gesamtes Wochenende Sport! Habe mich sehr aufs "Intervarsity", an dem insgesamt vier Universitäten in verschiedensten Sportarten aufeinandertreffen, gefreut. Als kleine Einstimmung habe ich mich am Freitagmorgen mit Eva auf den Weg zum Tennisplatz gemacht, der uns jederzeit offen steht. Nach eineinhalb Stunden in knallender Sonne sind dann auch schon die ersten "professionellen" Spieler- und Spielerinnen eingetroffen. Neben Tennis gab es noch Rugby, Soccer, Hockey, Netball, Surfing usw. Alle Spiele bzw. Wettkämpfe waren recht gut besucht, wozu natürlich auch das überragende Wetter beigetragen hat. Ich habe mir als ich gemerkt habe wie stark die Sonne selbst im Winter sein kann auch erstmal ein coooles Unicap gekauft, welches ich sicherlich beim nächsten Mal Tennis tragen werde. Auch wenn ich mich glücklicherweise NICHT verbrannt habe, sondern nur schön braun geworden bin. :)

Jede Universität hatte eine bestimmte Farbe, in denen man sich Overalls kaufen konnte. Diese wurden dann während der Intervarsity Woche gegenseitig mit Farbe bemalt. Kreativ ist das allemal. Als wir uns welche holen wollten, waren leider schon alle restlos ausverkauft. Was aber nicht so dramatisch war, weil die große Party am Samstag aufgrund eines Unwetters und eines riesen Ansturms an Studenten abgebrochen wurde.

Rugby - NMMU vs Rhodes University :) Maskottchen der Gegner Patrick, Maike, Philip und Stephan

Am Montag war ich, als mein Hockeytraining unerwartet ausgefallen ist, beim Netball. Das Team ist echt super nett und hat mich gleich mit ein paar Fragen gelöchert. Da gerade deren Vorbereitung auf einen Varsity Cup läuft, bei dem man gegen insgesamt 8 Universitäten aus ganz Südafrika spielt, stand Sprinting auf dem Plan. Meine Kondition hat mich glücklicherweise nicht im Stich gelassen, sodass ich gut mithalten konnte. Das für die Spielerinnen am nächsten Tag anstehende Krafttraining von 6 bis 7 Uhr morgens habe ich aber getrost ausfallen lassen. Das war mir dann ein wenig zu früh! Ich schaffe es trotzdem sehr regelmäßig, das Fitnessstudio der Uni zu besuchen.. gerade jetzt nach der Sanierung ist es dort sehr angenehm zu trainieren. Ich werde mal bei Gelegenheit ein paar Fotos schießen!

Gestern war ich dann wieder bei Masifunde. Da die Kinder nachdem Jan seine Kamera beim letzten Mal mitgenommen hat uns ausdrücklich dazu aufgefordert haben unsere Digitalkameras auch mitzubringen, sind dieses Mal auch ein paar Bilder entstanden. Die meisten davon aus Sicht eines Schülers von uns ;)

fleißig beim Lernen! Caro & Noluvuyo NEIN, ich bin wirklich schon ein bisschen braun.. :D Sisipho & Noluvuyo I'm watching you! und wieder die zwei Mädels ;) loslassen ist ganz schwer.. Nadines Schülerinnen Ben & Nolu I LIKE MASIFUNDE

Sonntag, 11.08.2013

Cheetahs! Trip zum Kragga Kamma Game Park :)

Dieses Wochenende stand ein spontan geplanter Ausflug zum nahegelegenen "Kragga Kamma Game Park" mitsamt Safari an. Und mit nahegelegen meine ich auch wirklich nah - der Park liegt auch in PE und ist etwa 30 Minuten Fahrtzeit von unserem Zuhause entfernt. Entschieden haben wir uns am Freitagabend, Samstag telefonisch die zweistündige Tour gebucht und am Sonntagmorgen um halb 9 losgefahren. Organisatorisch hat alles soweit geklappt, wir waren sogar pünktlich auf die Minute :D

unser Jeep für die Safari :)

Wir sind gemeinsam mit Maike, Philip und Stephan (auch aus Deutschland) und dementsprechend mit zwei Autos gefahren. Der Weg in den Park war seehr uneben und ich hatte beim Fahren echt etwas Angst um das Auto. Aber ist alles gut gegangen! Vermutlich haben wir uns deshalb auch dagegegen entschieden nach der geführten Tour nochmal selbst durch den Park zu fahren.

Und DAS haben wir gesehen..

Unser Guide und zwei Giraffenbabys  und die Eltern.. unverschämt nah dran! eine ganze Nashornfamilie Zebras - im Kruger nicht gesehen.. Büffel - vor diesem Tier hat man echt Respekt! Beweisfoto :) bestes Wetter ausgesucht die Truppe! die Geparden sind in einem Extragehege untergebracht in der Sonne chillen..  Geschwisterliebe ♥ legt der sich einfach direkt nebens Auto.. :) irgendwo da ist ein schöner Vogel! noch nicht lang auf der Welt! Ich habe am Ende diesen Tages alle der "Big Five" gesehen!!!

Der Ausflug hat sich also mehr als gelohnt! Außerdem hat die Safari uns nur ganze 13 Euro pro Person gekostet und ist damit im Vergleich zu anderen Parks sehr günstig.

Schlieeßlich ging es für uns dann noch ins Gehege der Cheetahs (engl. für Gepard). Zahm waren die Tiere schon, aber so wie überall musste man natürlich unterschreiben, dass es gefährlich ist und das man dieses Risiko in Kauf nimmt. Aber dieses Risiko einzugehen, hat sich allemal gelohnt!

ACHSO! Gut zu wissen :D aber rein darf man schon.. erster Kontakt mit kleinem Sicherheitsabstand ;) Neben Patrick guckt er auch mal in die Kamera! Mutig, mutig! und noch eine Streicheleinheit.. Patrick, Fred trauen sich auch nochmal!

Bevor wir gefahren sind, haben wir noch den Wanderweg erkundet. Dabei konnte man von Weitem auch noch einen guten Schnappschuss machen. :)

wirklich traurig!

Alles in allem ein sehr schöner Tag! Kann man ruhig noch öfter planen..

Montag, 05.08.2013

Sonne, Strand und Meer - mitten im Winter!

Es ist kaum zu fassen, dass man sich hier diese Woche ohne zu frieren mit Bikini an den Strand legen konnte! Aber es war möglich! Das haben wir natürlich gleich erstmal ausgenutzt.. den Fußball geschnappt und ab an den Strand. Wenn der Wind nachlässt fühlt sich das Wetter enorm warm an. Natürlich wird man in der Universität komisch angeschaut, wenn man dort in kurzer Hose und T-Shirt erscheint, aber anders ist es nun mal nicht auszuhalten. Zumindest für uns nicht! Die Südafrikaner tragen trotzdem gerne nochmal ihre Wintermütze, Jeans und Jacke - ob Mütze nun ein Trend ist oder wirklich zum Schutz vor dieser wahnsinnigen Kälte dient, habe ich noch nicht herausgefunden.

Diese Woche hat die Uni - neben den Ausflügen zum Strand - ziemlich viel Zeit gefressen. Ich habe nun begonnen isiXhosa zu lernen und dafür einen aufwendigen Kurs von meinem Stundenplan gestrichen, bei dem der Dozent einfach zu viel verlangt hat.. bin deshalb froh nicht bereits diese Woche ein Referat, nächste Woche ein 2300 Wörter langes Assignment, ein 3500 Wörter langes Essay nächsten Monat und eine abschließende Klausur erbringen zu müssen. Und das für nur 15 Credits, was mir in Oldenburg als 6 KP angerechnet werden würde. Schließlich bin ich nicht nur zum Schuften hier! Außerdem wollte ich eh eine mir komplett neue Sprache lernen. Die Klicklaute sind echt eine Herausforderung, aber bin zuversichtlich in ein paar Monaten eine einfache Konversation führen zu können. Außerdem habe ich ja eine gute Freundin in Deutschland, mit der ich weiter üben kann ♥ danke Nozibele!

Montagabend bin ich mit Patrick, einem meiner Mitbewohner, zum Tennistraining der Universität gefahren. Endlich mal wieder Bewegung! Das hat mir die letzten Wochen enorm gefehlt. Zwar werde ich nicht Hockey und Tennis gleichzeitig traininen können, da leider beides am Montag und Mittwoch zur gleichen Zeit stattfindet, aber dafür melde ich mich zusätzlich noch im Fitnesscenter der NMMU an. Bei 575 Rand pro Semester, umgerechnet nicht mal 10 Euro im Monat kann man wirklich nichts sagen! Außerdem sind die gerade dabei das Schwimmbad komplett zu sanieren. Dies ist im Preis mit inbegriffen und kann deshalb mehrmals die Woche genutzt werden. Letzten Mittwoch habe ich die Geräte mal durchgetestet und finde so gut wie alle dort wieder, die ich auch aus Oldenburg kenne.

Am Dienstag habe ich das erste Mal im Homework Club geholfen und die kleine Noluvuyo (8) kennengelernt. Sie war anfangs sehr motiviert dabei mir zu zeigen, wie gut sie schon lesen kann. Als es dann ans Vokabeln pauken ging, musste ich sie immer wieder dazu bringen, nicht von ihren Hausaufgaben abzuschweifen. Bei Mathe half dann nur, ihr zu versprechen, ein deutsches Lied für sie zu singen. Im Gegenzug hat sie mir dann auch ein Lied auf Xhosa vorgesungen. Ich denke, dass das Volunteering einen enormen Mehrwert bringt, weil man nicht nur das Leben dieser Kinder im Township (wo sich der Homework Club befindet) kennenlernt, sondern einen Beitrag dazu leistet, dass in die Bildung dieser Kinder investiert wird. Die Ausstattung mit Schulmaterialen wird mit dem Geld zum Teil mitfinanziert. Zwar in meine Augen zu wenig, aber darauf habe ich keinen Einfluss. Deshalb werde ich meiner "Schülerin" beim nächsten Besuch auch ein kleines Notizbuch mit ein paar lieben Worten mitgeben, dass sie für ihre Zeichnungen benutzen kann (die sie sonst gerne mal in ihr Hausaufgabenheft malt).

Donnerstag bin ich in die Uni gefahren, um meine Referatsgruppe in dem gestrichenen Modul mit meinen Notizen auszustatten und mich dafür zu entschuldigen, nicht mehr dabei zu sein. Ich hätte zwar schon gerne die Herausforderung angenommen, ein paar Minuten vor einem großen Plenum zu präsentieren, aber das kommt bestimmt früher oder später noch auf mich zu. Immerhin hat mir das ein reines Gewissen bereitet! Ich habe den Eindruck, dass man vom Wissensstand nicht unbedingt hinter den heimischen Studenten liegt, sondern sich hier sehr wohl als Streber outen kann. Habe ich zumindest in Entrepreuerial Skills am Montag gleich geschafft - als einzige die Hausaufgaben erledigt und zwei Wortmeldungen während der Sitzung. Naja, kann ja nur helfen, um eine gute Note mit nach Hause zu nehmen. In diesem Modul ist mir enorm aufgefallen, dass die Studenten sehr unmotiviert und unorganisiert waren. Ich befürchte fast, dass ich auch hier innerhalb der Referatsgruppe den Großteil der Arbeit übernehmen muss. Aber wir werden sehen!

Abends gab es wieder Braai, dieses mal mit selbstgemachten Burgern & Maiskolben :)

Mhhhh! gar nicht sooo ungesund.. mit viel Salat und Paprika isst man in Deutschland viel zu selten! spezielles Braaigewürz

Am Freitagabend ging es nach einem schönen Tag am Strand mit einer Runde Fußball mit den anderen Internationalen zu einem Abschiedsessen von Diminga, einer Bekannten und Freundin unserer Nachbarin, die nach 13 Monaten Südafrika zurück nach Deutschland fliegt. Wir haben mit 11 Leuten bei Spur (einer bekannten Restaurantkette) gegessen und einige davon sind im Anschluss noch im Balizza feiern gegangen. Ich habe Fahrer gespielt und bin von da aus nach Hause. Es ist in Südafrika nicht unüblich, dass man versucht, das Taxigeld zu sparen und sich auch mit mehreren Leuten ins Auto zu quetschen. Nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht.

Das Wochenende, was bei uns allen im Prinzip schon am Freitag anfängt (weil niemand da Vorlesungen in der Uni hat), verlief recht ruhig. Samstag bin ich zu einem Hockeyspiel der Unimannschaft und wurde im Anschluss schon mal vom Trainer als neue Spielerin vorgestellt. Bin gespannt, wie ich mich am Montag beim ersten Training anstelle. Heute waren wir noch zu viert im Greenacres Shopping Center. Statt neuen Schuhen habe ich eine Tasche & ein Shirtkleid von adidas, eine neue Sonnenbrille MIT Etui für insgesamt 9 Euro und ein paar Vorräte gekauft. Immerhin! Der Kurs kann gerne so bleiben :) Nachmittags bin ich mit Julia noch an die Beachfront gefahren

unser fast täglicher Weg an der Beachfront entlang :) Parken kann man hier überall! Hier die versprochene Sonne und das Meer! das können wir jeden Tag haben!, wo wir eigentlich in Tiffany's Teagarden setzen wollten:

Da der schon um halb 5 am Sonntag zumacht, sind wir ins Cubana gegangen und haben uns dort einen alkoholfreien Strawberry Daiquiri  unsere Cocktails :) bestellt. Der Ausblick war dort ebenfalls der absolute Wahnsinn! Ausblick von der Terasse des Cubana  Ausblick bei Nacht - wird hier schon um halb 6 dunkel!

Morgen geht dann die nächste Uniwoche los! Hoffentlich bleibt das Wetter so, auch wenn es nicht dazu beiträgt, fleißig am Schreibtisch zu sitzen.