Berichte von 10/2013

Sonntag, 27.10.2013

Citytour durch PE nach 3 Monaten..

..die NMMU hat es tatsächlich geschafft uns restlichen Internationalen doch noch eine Citytour (die wir in der Orientierungswoche bereits bezahlt hatten) zu organisieren. Der Tour Guide hat zum Glück sehr viel Rücksicht darauf genommen und uns Plätze gezeigt, die wir noch nicht gesehen haben. Beispielsweise waren wir im Feather Market drin, statt uns das Gebäude nur von außen anzusehen und wir wurden ins Newton Park Township gefahren. Ansonsten haben wir uns es den Tag sehr gut gehen lassen, am Donkin Memorial gefrühstückt, in einem Township Pub ein Hunters getrunken und Billiard gespielt und in der Stanley Street zu Mittag gegessen. ALSO: Bus, Essen, Bus, Trinken, Bus, Essen, Bus. Es ging für uns morgens um halb 9 los und zurück waren wir um 4 Uhr nachmittags.

dort wurden Straußenfedern verkauft, als diese sehr hoch nachgefragt wurden. Erst danach galt Oudtshoorn als Ort, an dem die Federn vertrieben wurden. heute werden hier Konzerte gegeben! Öffentliche Bibliothek PE's Zitat von Nelson Mandela kurz vor der Wahl 1994 Denkmal zur ersten freien Wahl in Südafrika Die Kinder bilden eine Wahlschlange. Im Hintergrund ist das King Edward Hotel zu sehen. :) hat auch so gut geschmeckt, wies aussah! Gruppenfoto ;) Weiteres Denkmal zum Thema: Meinungsfreiheit Pub im Township Julia, Fred, Stephan und Patrick Philip, Fred & ich

Vergangene Woche habe ich in der Universität eine traurige und gleichzeitig erschreckende Erfahrung in einem meiner Module machen müssen, mit der ich noch immer zu kämpfen habe. Alles begann damit, dass wir für unseren Entrepreneurship-Kurs einen Businessplan über 25 Seiten einreichen mussten. Ich habe sehr viel Arbeit & Mühe in dieses Assignment gesteckt und sehr viel Ärger über meine Gruppenmitglieder einstecken müssen, welche vermutlich gleichzeitig von meiner Arbeitsweise erschreckt waren. Die meisten Studenten sind es hier nicht gewohnt ihren Teil "on time" zu senden, weil hier natürlich "african time" gilt, mit der ich noch immer nicht zurecht komme. Alles war dank meines Mehraufwands pünktlich fertig, ich habe die 30 Seiten ausgedruckt und zum Campus gebracht. Die Präsentation der Arbeit stand auch noch an, wofür wir uns alle schick anziehen sollten, um die Situation möglichst realitätsnah zu gestalten. Eigentlich sollte diese am selben Tag stattfinden, was ich meinen Mitreferenten auch mehrmals versucht habe deutlich zu machen. Da aber alle davon überzeugt waren, dass die Dozentin ihnen eine Woche später gesagt hatte, wurde ich erneut mit der Arbeit alleine gelassen. Im Prinzip habe ich den Vortrag dann auch noch alleine gewuppt, da meiner Mitreferentin die Stimme beim Präsentieren versagte (es wurde glücklicherweise verschoben, da scheinbar ein Missverständnis vor lag). Die Dozentin hat uns den Businessplan samt Note (83 %, was ungefähr einer 1,3 entspricht) in Anschluss an den Vortrag zurückgegeben. Soweit so gut.. dann ging es allerdings erst los.

Als die nächste Gruppe nach vorne ging und gerade mit ihren Vortrag beginnen wollte, rief die Dozentin aus der letzten Reihe: Hey, was trägst du da für Schuhe? Mit denen kannst du nicht präsentieren. Kommentar meinerseits: es handelte sich hier nicht um verranzte Sportschuhe, sondern um schicke Schuhe, aber eben keine Anzugsschuhe. Da die Studenten aus diesem Kurs mehr Respekt vor dieser Dozentin haben als nötig wäre, suchte der Kerl dann tatsächlich im Raum nach Schuhen, die er sich für den Vortrag ausborgen wollte. Als er dann seinen Blick schweifen ließ, fiel ihm wohl auf, dass einer meiner Gruppenmitglieder ebenfalls keine Anzugschuhe trug und wies die Dozentin darauf hin. Was danach folgte, kann ich leider noch immer noch nicht fassen und ich werde nicht locker lassen, die Aufmerksamkeit auf diesen Fall zu lenken, die er verdient hat. Die besagte Dozentin verlangte unser gerade zurückgegebenes Assignment zurück und gab uns daraufhin eine 10 Prozent geringere Note. AUFGRUND DES KLEIDUNGSSTILS eines unserer Gruppenmitglieder!! Nach Ende des Seminars bin ich entrüstet über diese Aktion nach vorne gegangen und habe die Dozentin damit konfrontiert, dass dies diskriminierend sei. Ergänzt habe ich, dass man nicht davon ausgehen kann, dass jeder dieser Studenten in diesem Raum solche Klamotten besäße und falls doch, sie diese auch mit Sicherheit getragen hätten. Später stellte sich auch heraus, dass dies das formalste Paar Schuhe war, welches diese Person besitzt. Die Antwort der Dozentin hat mich nochmals fassungslos gemacht. In ihrem Kurs würden ihre Regeln gelten und es gäbe keine Entschuldigung dafür, dagegen zu verstoßen. Ich habe den Raum mit offenem Mund und ohne ein weiteres Wort verlassen. Zum Glück war ich nicht richtig sauer, sonst hätte ich mich vermutlich auf eine andere Art und Weise dazu geäußert. Nach dem Vorfall habe ich zunächst das International Student Office besucht, um zu fragen was ich in meiner Situation tun kann und wo ich mich über diese Dozentin beschweren kann. Diese verwiesen mich dort auf den HOD (Head of Deparment) der Fakultät und gaben mir die Kontaktdaten mit der Bitte zwei Personen aus dem International Student Office mit in CC zu setzen, wenn ich dort eine Mail hinschreibe. Dies habe ich dann gemacht, wie ich jetzt weiß: ohne Erfolg. Der HOD ist einfach gar nicht auf mein eigentliches Anliegen eingegangen und hat nur die Aussagen der Dozentin wiedergegeben. Darin waren unerfreulicherweise auch noch Lügen mit eingebaut, z.B. dass uns als Gruppe das Recht zustand, diese Note mit ihr im Nachhinein zu diskutieren. VON WEGEN! Mir war bewusst, dass ich die Dozentin damit nicht als Freundin gewinnen würde, aber darauf konnte ich gern verzichten. Das Risiko am Ende eine schlechte Note in der Klausur einzufangen, musste ich wohl oder übel auch eingehen. Denn mit so einer schlechten Behandlung der Studenten sollte diese Dozentin nicht einfach durchkommen. Habe mit mehreren südafrikanischen Freunden darüber gesprochen und diese geben mir alle Recht, nicht locker zu lassen. Leider sind die meisten anderen aus dem Kurs alle sehr eingeschüchtert von der Dozentin und haben Angst, ihren Mund aufzumachen. Unverständlich für mich als Außenstehende, aber wahrscheinlich die bessere Reaktion an deren Stelle.. schließlich studieren sie hier vermutlich alle noch länger als ich. Aber fest steht: falls die Dozentin ihren Fehler nicht einsieht, muss das wohl noch eine Stufe höher getragen werden. Zum Glück ist einer meiner Freunde hier ein Repräsentant der Studenten und wird mich Sicherheit mit aller Kraft unterstützen. Wollen wir hoffen, dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eine weitere traurige Nachricht: Masifunde endet nächste Woche. Da unsere Klausurenphase in der Universität beginnt, ist am Dienstag das letzte Mal Volunteering beim Homework Club. Ich werde versuchen auch nach meiner Rückkehr noch in irgendeiner Art noch in Kontakt zu bleiben, um die Entwicklung meiner Kinder mitverfolgen zu können. Wir haben am Dienstag noch ein Meeting und Donnerstag findet eine Wohltätigkeitsveranstaltung statt, wo wir für die Kinder Kuchen und kleine Geschenke mitbringen. Dort wird uns auch von Masifunde nochmal für unsere tatkräftige Unterstützung gedankt und wir bekommen unsere Zertifikate ausgehändigt. Die Arbeit dort hat mich auf jeden Fall persönlich weitergebracht und mir wird die Zeit auf jeden Fall für immer in Erinnerung bleiben :) Hier einige Fotos vom letzten Mal:

Armdrücken, um Stärke zu beweisen. so sehen Gewinner aus :) nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Da spielen die Kinder eine Runde Karten. Kuss für Nadine :) Witzbold :D selbstbewusste kleine Dame ♥ vereint :) Konzentration!

Sonntag, 13.10.2013

Der Ernst des Lebens..

..hat wieder begonnen. Nur ein kurzer Zwischenstand, wirklich kurz, weil mich sonst das schlechte Gewissen plagt nicht vorangekommen zu sein. Habe noch einen Haufen Arbeit vor mir, der mich die nächsten 6 Wochen auf Trab hält. Und der Arbeitsaufwand ist hier in Südafrika wirklich nicht zu unterschätzen. Jede Woche habe ich mindestens zwei Abgabetermine, Tests oder mündliche Prüfung. Momentan bereite ich mich auf meine Xhosa Prüfung nächsten Mittwoch vor. Dafür habe ich heute fast drei Stunden mit meiner lieben Freundin Nozibele geskypt, die mir die noch fehlenden Wörter übersetzt hat. DANKE ♥ ohne dich hätte es um einiges länger gedauert! Mittlerweile kann ich zumindest schon einige Sätze formulieren und der dritte Klick kommt auch so langsam.. ich muss ihn nur noch vernünftig in das Wort mit einbauen, in dem es steckt. Bei ndigqibile z.B. (das q ist ein Klick) ist das nicht ganz einfach, wie ihr euch vielleicht denken könnt!

Am letzten Wochenende habe ich Nozibeles Schwester Luzuko besucht und sie hat mich mit in die Kirche genommen. Wieder mal ein sehr interessantes Erlebnis! Wir sind dort angekommen und wurden gleich erstmal in den Arm genommen. So macht man das hier, musste ich auch noch öfter in den 3! Stunden Kirche feststellen. Die Begrüßung war schon mal sehr nett und auch währenddessen haben mich immer wieder die Menschen angelächelt. Was auch kein Wunder war, weil ich die einzige Weiße war. Habe gerade deshalb die Warmherzigkeit und Offenheit der Menschen sehr geschätzt. Zu Anfang wurde ich von der Pastorin als "Visitor" sogar vor Allen begrüßt. Es wurde viel gesungen, getanzt, Geschichten aus dem Alltag erzählt, bei denen ihnen Gott behilflich war und nach jedem dritten Wort Halleluja gerufen. Man hat richtig gespürt, dass die Menschen an Gott glauben und ihn als Beschützer sehen, vor all den Gefahren und Krankheiten mit denen diese Menschen hier öfter konfrontiert sind als wir es dankbarerweise sind. Das war wieder mal schön mit anzusehen und ich habe mir vorgenommen Luzuko bevor ich gehe nochmal zu begleiten. Im Anschluss wurde ich auf Kuchen eingeladen, den es hier jeden Sonntag für Besucher, Kinder und ältere Menschen gibt. Dort wurde ich herzlich eingeladen nochmal wiederzukommen. Vielleicht nehme ich Christian beim nächsten Mal gleich mit ;) Freue mich schon.

Danach bin ich mit Luzuko, ihrem kleinen Sohn und einer Freundin noch ins Salt Café gegangen und wir haben sehr lecker zu Mittag gegessen. Hier sind noch ein paar Fotos von ihrem Kleinen, den ich bereits fest in mein Herz geschlossen habe.

in der Kirche - der Kleine war fast durchgehend ruhig! Solange er kein Bedürfnis hat, schreit er auch nicht ;) Luzuko und ihr Smileboy :) Wraps :) oooh ♥ Avocado war noch nicht ganz so nach seinem Geschmack wie man sieht :D

Am Dienstag wurden wir noch zum Dinner bei unserer Nachbarin eingeladen. Der Anlass dafür war eigentlich eine Überraschung für Julia, die am 5. Oktober eigentlich wieder nach Hause fliegen sollte. Da sie sich kurzfristig aber doch entschieden hat nocn drei Monate länger zu bleiben und alle schon eingeladen war, fand es trotzdem statt!

sogar mit Namensschildern, super Vorbereitung! Die Runde Portwein.. schon alle. Athi und rechts die Gastgeberin Kevina

Nun haben wir schon wieder Sonntag und ich habe das Gefühl die nächsten Wochen vergehen alls nur so wie im Flug! Ich habe meine ersten Tests zurückbekommen und habe bislang gar nicht mal so schlecht abgeschnitten. Hoffen wir, dass es so weitergeht!

Deshalb: ich lernen jetzt mal weiter! Seid nicht traurig, wenn ich die Einträge nicht mehr so lang schreiben kann. Habe dafür momentan leider einfach nicht so viel Zeit. ;)

Bis bald :-*

Dienstag, 01.10.2013

SPRING break!

Ja genau, da die Jahreszeiten hier ja genau andersherum sind und gerade Frühling ist in Südafrika hatten wir eine Woche spring break :) und die habe ich auch so gut es geht genutzt, um die Wild Coast zu erkunden..

auch wenn die Organisation etwas verwirrend war, da die Abfahrtszeiten des Baz Bus zeitweise nicht mit unserer Planung übereinstimmten! Wir haben dann kurzerhand, um die 15-18 stündige Busfahrt (abhängig von der Verkehrslage) von Durban nach PE zu umgehen, einen Flug zurück nach Hause gebucht. Der Baz Bus ist ein Hop-on Hop-off Bus, der einen zu den verschiedenen Hostels bringt. Mehr aber auch nicht! Den Transport vor Ort muss man selbst organisieren. Ebenso wie die Buchung der ausgesuchten Hostels.

Am Dienstagmorgen (24.09.) ging es dann endlich los! Anke, eine Kommilitionin die mit mir zusammen gereist ist, und ich haben uns für drei Orte entlang der Wild Coast entschieden. Als erstes Ziel stand Chintsa auf dem Plan, wo ich ja schon vor zwei Wochen mit meinen Mitbewohnern war, nur leider viel zu kurz. Im Anschluss sollte es dann in die Southern Drakensberge gehen und die letzten drei Nächte in das komplette Gegenstück: die Großstadt Durban. In der Tat stellte diese Auswahl der Reiseziele einen großen Kontrast dar, was den Ausflug aber auch zu etwas Besonderem gemacht hat. Ich werde nun über die Erlebnisse an diesen verschiedenen Stops berichten.

CHINTSA - hier kann man unglaublich gut seine Zeit verbringen. Wir hatten ein wunderschönes Hostel mit Blick auf eine Lagune, sogar direkt von unserem Bungalow aus. Abgesehen von den zwei Geckos, die in unserem Zimmer nach Essen gesucht haben, war alles sehr sauber. Als wir abends ins Bett gegangen sind, sind sie netterweise auch wieder verschwunden. Direkt vor unserer Veranda haben uns auch mehrere Affen Gesellschaft geleistet. Nach unserer Ankunft um halb 1 Uhr mittags haben wir, nach einer fünfstündigen Busfahrt, einen Ausflug zum Meer gemacht. Im nahegelegenen Barefoot Cafe haben wir ein Sandwich gegessen und es wurden einige Mitbringsel besorgt (ein ganz paar davon sollten wohl noch in meinen Koffer passen). Um 4 Uhr nachmittags gab es im Hostel kostenlose 5 Liter Wein, welche die anderen Hostelgäste nach einem Volleyballmatch relativ schnell leer hatten. Da ich unglücklicherweise bei unserem kleinen Ausflug zur Lagune in etwas getreten bin und mir den Zeh aufgeschlitzt habe, ist Volleyball für mich flach gefallen. Da ich bestens mit Desinfektionsspray, Creme und Pflastern ausgestattet war, konnte ich die Wunde schnell behandeln und mit den Tagen wurde es immer besser. Abends stand dann Indian Dinner auf dem Essensplan, wo zum Glück auch für mich essbare, unscharfe Gerichte bei waren. Im Anschluss ist eine Live-Band aufgetreten, die wirklich was drauf hatte und es wurde eine Runde Billiard gespielt. Das Hostel hatte vorwiegend deutsche Gäste, aber auch ein Pärchen aus Irland/GB, zwei Holländer und einige Locals. Die, mit denen wir uns unterhalten haben, waren alle sehr nett :)

und los gehts! Ausblick vom Hostel aus! ;) Unser Zimmer.. das Bett hatte ich ganz für mich allein :) so hieß unser Hostel! Das war unser kleiner Bungalow! und das die wahnsinnige Aussicht von unserer Veranda.. Hallo :) Poolanlage und dahinter das Volleyballfeld die Lagune, die sich abends mit sehr viel mehr Wasser füllt (was wir nicht erwartet hätten, als wir nachmittags auf die andere Seite gelaufen sind.. Indian Dinner Vollmond!

Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren Obst-Müsli Frühstück zum Quad fahren in den nahegelegenen Nationalpark. Horse Riding war "leider" schon ausgebucht. Ein Guide hat uns mit seinem offenen Geländewagen vom Hostel abgeholt und uns zum Park gefahren. Dort haben wir dann eine Art Quad-Safari gemacht und sogar Zebras, Kudus und Rhinos gesehen. Würde ich auf jeden Fall nochmal machen :)

Anke & ich kurz vor unserer Quad Safari! die Rhinos haben sich vor uns hinter den Büschen versteckt..

Auf der Weiterfahrt nach Kokstad, wo uns dann ein Shuttle erwartete, der uns zu unserem Hostel gebracht hat, konnte ich noch ein paar schöne Aufnahmen von der Landschaft machen. Zudem sind wir durch Qunu, was nahe Mthatha liegt, der Heimat Nelson Mandelas vorbeigefahren. Dort haben wir die Villa Nelson Mandelas (siehe Foto) gesehen, in der er nach seinem Rückzug aus der Politik eingekehrt ist.

Nelson Mandelas Wohnsitz in Qunu Mit dem Ausblick ist der Stau noch einigermaßen akzeptabel..

SOUTHERN DRAKENSBERG - nach ca. sieben Stunden Fahrt sind wir dann endlich in unserem Hostel in Underberg angekommen. Wir haben unser Zimmer bezogen, schnell für den morgigen Tag einen Tagesausflug in die Drakensberge und nach Lesotho gebucht und sind ins Bett völlig erschöpft ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen ging es um 9 Uhr mit einem Land Rover und einer Gruppe von sechs Leuten (ein älteres deutsches Pärchen, Tochter und Mutter aus Holland und uns beiden) auf die ruckelige Piste Richung Lesotho. Diese wurde von unserem Guide als "Lesotho Highway" beschrieben, welcher den Gästen im Kofferraum eine afrikanische Massage bescherte. Nach einer langen Fahrt durch die Berge mit einigen Stops an verschiedenen Aussichtsplattformen sind wir dann schließlich bei der Grenze Südafrikas angekommen, an der wir zum ersten Mal unseren Reisepass zücken mussten. Ein weiteres Mal dann an der Grenze Lesothos. In dieses afrikanische Land konnten wir mit unserem europäischen Pass ohne Weiteres einreisen. Am Ende des Tages hatte ich ganze vier neue Stempel in meinem Pass (siehe Foto). In Lesotho angekommen sind wir dann zu einer Hütte gefahren, in der die Einheimischen Schafe geschert haben. Es wurde uns erklärt, dass die Menschen dort nicht die Möglichkeit haben Fotos aufzunehmen und sich deshalb darüber freuen, wenn Touristen ihnen ihre Bilder nach dem Ausflug ausgedruckt zuschicken. Anke und ich werden das heute noch machen. Es war interessant mit anzusehen, wie diese Menschen ihr eigenes Business betreiben. Man hat sich schon sehr als Tourist gefühlt, mit unseren Kameras in der Hand und besonders weil die Farben unserer Klamotten einen starken Kontrast zu deren Hosen und Pullovern gegeben hat. Die Verständigung war auch eine kleine Hürde, da die Menschen dort nur Zutu sprechen, also kein Wort Englisch oder Xhosa verstehen. Zum Glück hatten wir unseren Guide dabei, der uns einige Dinge übersetzen konnten. Hätte sonst vermutlich nicht gecheckt, dass die ein Foto mit mir machen wollen.. habe ihnen den Gefallen natürlich getan.

Im Anschluss sind wir auf eine hohe Aussichtsplattform gefahren, um dort unser Lunchpaket (was bei der Tour mit inklusive war & Sandwiches und selbstgebackenen Kuchen enthielt) zu genießen. Hier ist ein absolut beeindruckendes Bild entstanden, als plötzlich ein Hirte auf seinem Esel den Berg hochgeritten kam. Der Guide hat uns zuvor erklärt, dass diese Personen leicht sauer werden, wenn man sie ohne "Bezahlung" durch Essen oder Trinken fotografiert. Deshalb haben wir ihm unser übrig gebliebenes Obst in die Hand gedrückt und er hat sich sogar nochmal für uns in Schale geworfen :D. Danach hat uns der Guide zu einem kleinen Dorf gebracht, wo kleine Steinhütten standen. Dort durften wir dann eine Einheimische in ihrem kleinen Zuhause besuchen, sie hat für uns Brot gebacken und Bier gebraut. Natürlich konnte man sich das Brot, welches mit einem Feuer im Haus gebacken wurde, am Ende auch für 7 Rand das Stück mitnehmen. Wir konnten auch Fragen zum Leben der Basotho stellen. Als wir das Haus verlassen haben, hat uns noch eine Drei-Mann-Band ein kleines Lied gespielt. Ich habe ihnen als kleines Dankeschön mein letztes Stück Brot aus einem Supermarkt aus PE gegeben, was ihnen sehr gut geschmeckt hat. Auf dem Rückweg haben wir noch Halt am höchsten Pub Afrikas gemacht, der auf 2874 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Ich muss sagen, dass dieser Pub der bisher interessanteste war, den ich in meinem Leben besucht habe.

Hier ist dieser spannende Tag mit vielen Erfahrungen nun nochmal in Bildern:

   

Auf den letzten 5 Bildern ist der Ausblick vom Hostel aus, das leckere Frühstück und das Tea House zu sehen, in dem es selbstgemachten Kuchen zu kaufen gab. Am nächsten Morgen hat mich Anke doch noch dazu überredet, auf ein Pferd zu steigen.. runtergefallen bin ich zwar nicht, aber gefallen hat es mir auch nicht. Nur die Berglandschaft, durch die wir getrabt sind, war beeindruckend. Und die Tatsache, dass wir nicht selbst laufen mussten, hat mir auch wohl gefallen :D auch wenn mir die Tiere nach halber Strecke schon leid taten.

Der Shuttle hat uns um halb 3 Uhr nachmittags beim Hostel eingesammelt und ich habe mich über die zweistündige Fahrt ganz nett mit dem Fahrer unterhalten können. Hauptsächlich über seine & meine Familie, Aktivitäten und Durban und Sport. Er hat uns den Tipp gegeben unbedingt das Fußballspiel im Moses Mabhida Stadium am Samstagabend anzuschauen. Er hat überraschenderweise auch ein paar Wörter deutsch gesprochen, was er damit begründet hat, dass viele seiner Gäste Deutsche sind. Trotzdem war ich erstaunt über seine gute Aussprache der Wörter und die Tatsache, dass er sich die Wörter überhaupt merken konnte.

Diese Fotos konnte ich aus dem Auto heraus aufnehmen:

DURBAN - wir sind abends um halb 11 in unserem Hostel in Durban eingetroffen. Grund dafür: laaange Busfahrt inklusive Wartezeit in Kokstad, wo uns der Shuttle abgesetzt hat. Die Zeit im Bus kann ich leider nicht wirklich nutzen, weil mir beim Runtergucken immer schlecht wird :/ deshalb habe ich versucht ein wenig Schlaf nachzuholen.

Dadurch, dass wir am Montagabend den Flieger zurück nach PE genommen haben, hatten wir ganze zwei einhalb Tage in Durban - Samstag, Sonntag und den halben Montag. Die Zeit hat man auch gebraucht, um ausreichend die Stadt zu erkunden. Am Samstag hatten wir leider sehr viel Pech mit dem Wetter, haben aber dennoch eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bus gemacht (der allerdings kein Sightseeingbus war, sondern der ganz normale öffentliche Nahverkehr, sodass uns das Tagesticket gerade einmal 16 Rand (1,20 Euro) gekostet hat. Aufgrund des miesen Wetters haben wir nicht ganz so viel vom Tag gehabt, weshalb das Fußballspiel am Abend der absolute Höhepunkt war. Orlando Pirates vs. Platinum Sharks! Als wir zuvor beim Stadion Tickets kaufen wollten und uns gesagt wurde, es seien schon alle ausverkauft, haben wir gedacht auch dieses Vorhaben würde ins Wasser fallen. Wir blieben aber hartnäckig, fuhren abends zum Stadion und haben versucht auf dem Schwarzmarkt Tickets zu ergattern. Schließlich sind wir auf jemanden getroffen, der beim Stadion arbeitet und uns durch seine Kontakte ins Stadion geschleust hat. Ein bisschen unwohl habe ich mich schon gefühlt, besonders weil alles voller Security Leute war und man ja im Prinzip nicht mal auf die Toilette konnte, weil man ohne Ticket nicht wieder auf die Tribüne zurück kam. Anke und ich haben dieses Problem dann aber ganz geschickt gelöst und die netten beiden 16-jährigen Jungs, die neben uns saßen, gebeten uns ihr Ticket zu leihen. Später habe ich den zweien dann noch eine Tüte Chips als kleines Dankeschön ausgegeben. Die Stimmung im Stadion war super und uns wurde sogar das volle Programm geboten! Nachdem es nämlich nach 90 Minuten noch 1:1 stand, gab es zunächst zweimal 15 min Nachspielzeit. Als nach dieser halben Stunde immernoch kein weiteres Tor gefallen war, gab es schließlich noch Elfmeterschießen. Leider hat das falsche Team das Spiel für sich entschieden. Wir haben für die Mannschaft mitgefiebert, für die die meisten Fans im Stadion saßen. Andernfalls hätten wir vermutlich auch ein Problem gehabt, weil wir mehrmals nach der Mannschaft gefragt wurden, die wir favorisieren. Nachdem das Spiel aus war, haben wir versucht die Taxifirma zu erreichen, von der uns unsere Hostelleiterin die Visitenkarte mitgegeben hat. Da es nach dem Spiel allerdings sehr geschäftig war und die Taxiunternehmen ordentlich zu tun hatten, war das leider nicht ganz so einfach. Nach einer Stunde, die wir im Regen gewartet hatten und nach vier weiteren Anrufen des Taxiunternehmens meinerseits sind wir dann mit einem anderen Taxi, welches ebenfalls seriös aussah, zurück ins Hostel gefahren. Nach dieser etwas ungünstigen Situation hatte ich dann auch erstmal genug davon, irgendwelche Aktivitäten spät am Abend zu planen. Trotzdem war der Besuch des Spiels es absolut wert und wir haben echt mitgefiebert. :)

dieses Ticket wollten wir eigentlich auch ergattern.. Moses Mabhida Stadium

Fotos aus dem Stadion folgen noch, die bekomme ich morgen von Anke..

Hier sind noch weitere Bilder von dem Tag, von dem Victoria Street Market und unserer Unterkunft für die letzten drei Nächte. Man hat sich dort absolut wohl gefühlt, gleich als wir angekommen sind wurde uns Tee oder Kaffee angeboten und gezeigt, wo wir schlafen.

:D .. und da hatte Anke es probiert! unser Cabin :) etwas unordentlich, aber war auch nicht so viel Platz für unsere Sachen ;) von Außen einen Pool hatte das Hostel auch :)

Am zweiten Tag in Durban stand das Ushaka Marine Aquarium auf dem Plan. Der Besuch hat sich absolut gelohnt, auch wenn wir leider nicht mit Delfinen geschwommen sind, was eigentlich angedacht war. Erstens war es schon für beide Tage ausgebucht und zweitens haben die da auch freche 700 Rand (53 Euro) für nicht mal 15 min verlangt. Stattdessen sind wir nach der Delphinshow noch zum Fotoshooting und haben nun zumindest ein Bild mit einem Delphin. Zwar hinter Glas, aber immerhin :) Neben Fotos mit Delphinen haben wir auch welche mit Seehunden und Haien gemacht. Im Anschluss an den Besuch des Aquariums sind wir typisch afrikanisch essen gegangen und haben uns danach noch einen Cocktail im der Moyo Bar direkt überm Wasser gegönnt.

Der Eingang Das Ushaka war direkt am Strand :) und das ist die Bar, wo wir später hingegangen sind! eine Band, die mittags gespielt hat.. Pinguinfütterung.. da stehen sie alle Schlange Yammy! wirklich interessante Tiere! Danach gings zur Delphinshow, wo man ebenfalls die Chance hatte einen Delphin zu treffen. Voraussetzung: sich zum Affen machen ;) Um das Publikum zu bespaßen, bevor die Show losgeht.. :) Mein Freund der Delphin :) unser Mittagessen.. :D mein neues Tattoo ;) Man kann sich ja nur fast denken, was da gleich passiert..  Love is in the air ♥ Hallo :) Shark feeding! Ist ja nicht so, als ob der Hai mich direkt anstarrt.. etwas gruselig! Anke wird angepinselt.. und ich bin auch nicht verschont geblieben! Das afrikanische Restaurant Durban bei Nacht in der Bar, in der es gemütliche Sofas gab! mit Blick auf die Skyline Durbans unsere leckeren Cocktails! leider konnte die Kellnerin die Kamera nicht still halten, sodass wir die Skyline nicht mit auf das Bild bekommen konnten :/ Das Restaurant :)

Nach einer weiteren Nacht in Smith's Cottage, so hieß unser Hostel, wurden wir morgens von den Sonnenstrahlen geweckt. Deshalb haben wir uns entschieden nochmal zur Beachfront zu fahren. Dort wollten wir eigentlich eine Bootsrundfahrt machen.. da wir aber nicht viel Zeit hatten und die Abfahrtszeit um exakt 3 min verpasst haben (weil uns erst jemand netterweise in die falsche Richtung geschickt hat), haben wir uns stattdessen einfach ins Restaurant gesetzt und lecker gegessen. Anke hat mich dafür, dass ich die Planung des Trips übernommen habe, noch auf einen Cocktail eingeladen und so haben wir immerhin noch einen Tag die Sonne in Durban genießen können. Uns sollte am nächsten Tag in PE 37°C erwarten, aber das wussten wir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Als Anke sich fertig gemacht hat, habe ich es mir am Pool gutgehen lassen :P so einen hätte ich zu Hause auch gern, ach und das Wetter auch! erstmal einen Tee :) unsere Dusche im Cabin ;) absolut die richtige Wahl getroffen! bemalte Mauer auf dem Weg zum Strand Abschlussessen auf eine schöne Woche! das kaufen wir uns später auch, oder Schatz? leecker :)