Berichte von 12/2013

Mittwoch, 25.12.2013

From Cape Town to Somerset West and BACK!

schon vorbei ist unsere gemeinsame Woche in Kapstadt! Ich wünschte ich könnte die Zeit wieder zurückdrehen :( Es war sehr traurig ihn gehen zu lassen, selbst wenn es nur eine gute Woche ist, bis wir uns in Deutschland wiedersehen. Trotzdem kommt dann eine stressige Zeit auf uns beide zu, hallo Bachelorarbeit! Das ging mir alles ein wenig zu schnell..

Es wird auch komisch sein diesen krassen Temperaturunterschied vom heiβen Südafrikasommer in den kalten Winter Deutschlands zu verkraften. Christian hatte ja noch angenehme 10 Grad, der Temperatureinsturz soll aber bald kommen. Kommenden Freitagnachmittag geht mein Rückflug. Ankunft in Bremen ist am Samstagnachmittag, also gute 24 Stunden unterwegs! Es geht von Kapstadt nach Johannesburg, wo ich mich mit zwei Freundinnen am Flughafen (Tracey und Tshepi) treffen werde, um Abschied für eine unbekannte Zeit zu nehmen :(. Nach einem 2einhalb stündigen Aufenthalt geht dann mein Direktflug nach Frankfurt und von da aus weiter mit dem ICE nach Bremen, wo mich hoffentlich mein Freund abholt. :D Mein Countdown sagt alles, in 3 Tagen hat mich Norddeutschland schon wieder. Soeben hat mir die Nachbarstochter (23) angeboten, mich schon einen Tag früher mit nach Kapstadt zu nehmen, weil sie dort eine Wohnung hat und wir dann die Kirstenbosch Gardens besuchen können! Das so ziemlich letzte, was von einer To-Do-Liste noch fehlte :) also werde ich dieses Angebot selbstverständlich annehmen! Auβerdem sind ich und mein Gepäck dann schon mal in Kapstadt. Praktisch!

Ich habe nach dem letzten Eintrag gute 20 Ordner auf meinem Laptop, in denen Fotos zu Aktivitäten in Kapstadt enthalten sind. Das lässt vermuten, dass sich nach unserem Ausflug auf den Signal Hill zum Paragliding noch einiges ereignet hat. Habe versucht alles fotografisch für euch festzuhalten und versuche nichts beim Aufschreiben zu vergessen. In meiner Erinnerung wird alles bleiben, da bin ich mir sicher. Freue mich schon zu Hause eine Auswahl an Videos und Fotos für Familie und Freunde zusammenzuschneiden :) Der Grund dafür, dass dieser Eintrag wenig bilderreich ist, ist dass mein Speicherplatz bei Auslandsblog nun fast aufgebraucht ist und es einfach zu viele sehenswerte Fotos sind! Den Rest gibt es dann, wenn ich zurück bin :-*

Unser erstes Hotel - Welgelegen - lag, wie der Name im Prinzip schon sagt sehr zentral, direkt zu den Füβen des Tafelberges. Wir beide haben den Aufenthalt sehr genossen und der Pool wurde so gut wie jeden Tag als kleine Abkühlung genutzt.

sehr einladend! Living Room zum UNO spielen ideal :) Frühstücksraum Bar! frischgebackenes Brot, endlich mal :) die Wettervorhersage wurde uns abends mit einem kleinen Stück Schokolade ins Zimmer gebracht ♥ der macht sich ganz nett im Garten! bester Burgerladen direkt um die Ecke in der Kloof Street

Den ersten Tag haben wir es noch ruhig angehen lassen und sind nur abends Essen gegangen. Am zweiten Tag haben wir uns ZU FUβ auf den Weg in Richtung Bokaap und Waterfront gemacht.. was ein Fehler war. Bei der Hitze waren die leichten Steigungen nicht leicht zu bewältigen und wir waren doch recht fertig, als wir dann endlich an der V&A Waterfront ankamen! Zurück haben wir uns deshalb für die halbe Strecke ein Taxi genommen. War auch nicht allzu teuer :) An der Waterfront wurde man an jeder Ecke an Nelson Mandela erinnert, wir haben uns schlieβlich auch an einer groβen Gedenkwand verewigt und einen Eintrag im Kondolenzbuch hinterlassen. Auf ein belgisches Bier im Anker sind wir natürlich auf Rat auch eingekehrt und haben es sehr genossen.

direkt über dem Wort DEN ANKER

Am Freitag ging es für uns bei perfekter Sicht und warmem Wetter auf den Table Mountain! Gut, dass wir vorher den Tipp bekommen haben, dass an diesem Tag Studenten für nur R130 mit der Gondel rauf und wieder runterfahren können! Bei sonst R225 pro Person hat sich das schon gelohnt :) wir hatten also wie bereits gesagt hervorragendes Wetter und einen sehr angenehmen Wind dort oben. Wie ihr seht, hatte ich ein recht mutiges Outfit an diesem Tag :D Toll fand ich, dass die Crew zu Anfang ein Foto von uns gemacht hat und wir dieses am Ende in verschiedenen Varianten in einer kleinen Mappe mitnehmen konnte. Ich hoffe, dass die dafür nicht etwas extra berechnet haben, wir haben es nämlich einfach eingesteckt und sind gegangen :D aber ich denke nicht. Wir waren etwa 4 Stunden oben und haben einen Wanderweg zur höchten Punkt des Tafelberges genommen. Dieser hat sich unserer Meinung nicht wirklich gelohnt, aber immerhin hatten wir zur Abwechslung mal wieder ein wenig Bewegung! 

Die Tafelstation - zu unserem Glück sehr leer als wir morgens hochgefahren sind! Der Tafelberg zählt zu einem der neun Weltnaturwunder :) toller Ausblick von der Gondel aus! wir haben kurz überlegt.. aber es dann doch gelassen :D Meiner und der Lions Head ♥ :) das war so nicht geplant!

Im Anschluss sind wir über Hout Bay, wo wir zum Mittag eingekehrt sind weiter ans Kap der guten Hoffnung gefahren! Dieses hatten wir für einige Zeit komplett für uns und konnten in Ruhe unsere Fotos schieβen. Danach ging es zum Leuchtturm an den Cape Point, um uns dort den Sonnenuntergang anzusehen. Seehr schön und unvergessliche Aussichten von Oben auf das Meer. Natürlich sind wir auch noch ganz bis ans Ende 'gewandert', bevor wir den Nationalpark gegen 7 dann wieder verlassen haben. Wir konnten kaum glauben bis wann dort noch Leute hochgelaufen sind, obwohl der Park eigentlich schon eine halbe Stunde später geschlossen hat. Aber die haben wohl einfach die Entfernung falsch eingeschätzt. Wir haben den Tag perfekt getimt und waren mit einem kleinen Stop in Simon's Town bei den Pinguinen, zu denen wir aber für R110 Eintritt!!! - voll die Abzocke! - nicht mehr gegangen sind auch gut bedient.

Chapman's Peak ♥ Mittagessen Hout Bay Simon's Town Hallo Freunde, wir konnten euch auch so sehen :P Bis ganz dahin bist du mit mir gereist ♥ ich liebe dich! der Mietwagen hat uns gut hin und her gebracht! Und uns so verdammt wenig Sprit gekostet :) ....hier hat sich mein Speicher verabschiedet!

Das bedeutet gleichzeitig, dass ich euch schon um die 500 Fotos präsentiert habe. Also seid nicht traurig, die restlichen bekommt ihr auch bald zu sehen!

Am Samstag haben Christian und ich den Old Biscuit Market im Stadtteil Woodstock besucht - ein Foodmarket mit eigenem Charm! Es war definitiv nett, nur leider hätten wir mit mehr Hunger dort ankommen müssen. Kamen vom leckeren Frühstück aus Welgelegen, welches wir natürlich nicht ausfallen lassen wollten (war schlieβlich im Zimmerpreis inklusive)! Stattdessen haben wir uns mit Bier und Limejuice sowie Pancakes zufrieden gegeben. Alles wurde vor den eigenen Augen zubereitet und es gab Livemusik!

Den Rest des Tages haben wir uns vom Red Bus durch die City fahren lassen, um einen besseren Überblick zu bekommen und uns die Plätze herauszusuchen, die wir in CT noch besuchen wollten. Auf die Liste kamen: Stadion, Camps Bay, Lions Head von OBEN!, Aquarium und Castle of Good Hope. Zuvor sind wir noch ins Parliament of the Republic of South Africa, um uns dort die Trauerstätte von Nelson Mandela anzusehen. Eintritt war frei und wir wurden nett reingebeten. Eigentlich war es nur ein Zufall, weil wir zuvor nicht wussten, dass die dort etwas aufgebaut haben. Hat sich aber gelohnt!

Am nächsten Morgen mussten wir aus Welgelegen auschecken und in die Allstar Villa in Sunset Beach wieder einchecken. Wir haben ausgiebig gefrühstückt und sind gegen 12 losgefahren. Dort wurden wir bereits von einer Schweizerin erwartet, die einen Blick auf die Gäste wirft. Aber wirklich nur einen Blick, weil sobald diese eingecheckt haben genieβt sie ihren restlichen Tag auch lieber auβerhalb ihres Arbeitsplatzes. Deshalb bekam man sie nur morgens zu Gesicht und ansonsten war das Hotel auch wirklich sehr leer. Wir waren neben einem Pärchen, welches für eine Nacht dort war und einer Familie, die nach 3 Tagen angereist ist, die EINZIGEN Gäste! Schlecht war das Hotel aber nicht, zwar nicht ganz so guter Service wie bei dem zuvor, aber das Hausmädchen hat zumindest jeden Tag unser Bett gemacht und wir hatten Pool und Tee & Kaffee zur Verfügung. Der Strand, welcher 3 Gehminuten (wirklich kein Scherz) entfernt war und die XXL-Dusche waren allerdings sehr viel einladender als der Pool. Der Sunset Beach mit Blick auf Tafelberg und Lions Head war wirklich toll! Bilder folgen :)

Den nächten Tag verbrachten wir im Aquarium, haben uns Shark Feeding angeschaut (welches ebenfalls nur einmal in der Woche stattfindet, wir sind solche Glückspilze!) und Shiggy, mein Freund die Schildkröte, bewundert. Die Sonnenstrahlen des Tages wurden auβerdem dazu genutzt, sich am Strand zu bräunen. Ihr werdet staunen!

Montag sind wir zunächst zum Greenpoint Market, um mir ein Bild von den Big Five für mein Zimmer und ein schönes Bild fürs Wohnzimmer zu kaufen. Wir hatten am Samstag bereits einen begabten Maler auf dem Markt kennengelernt und uns das Bild zurücklegen lassen. Christian hatte sich zuvor ein Rugbytrikot auf demselben Markt gekauft und da war das Bargeld dann alle. Im Anschluss sind wir zum Castle gefahren und sind sogar für zwei Kanonenschüsse dort gewesen! War sehr interessant und hat sich ebenfalls gelohnt. Zufälligerweise haben wir mitbekommen, dass an dem Tag eine Parade zu Gedenken Nelson Mandelas in der City direkt neben dem Castle stattfinden sollte. Diese wurde mit lauter Musik angekündigt und war wirklich sehr lang! Haben uns an den Straβenrand gestellt und mehrere Entertainmentgruppen und Blaskapellen sind an uns vorbeigezogen. Echt wahnsinn, dass wir so ein Glück haben und viele Dinge zu dieser historischen Zeit miterleben durften! Als Abschluss des Tages hatten wir uns einen Tisch im Top of the Ritz reserviert und dort ein leckeres Abendessen bei wunderbarem Ausblick genossen.

Der Dienstag hat mir am allerbesten von den Tagen in CT gefallen. Am Morgen sind wir nach Stellenbosch gefahren und haben drei Weingüter besucht. Blaauwklippen, Neethlingshof und schlieβlich Spier! Da ich gefahren bin, konnte Christian sich ordentlich einen genehmigen. Was er natürlich auch getan hat. Ich habe mir eine Cheese Plate bei Spier im Wert von zwei Wine Tastings gekauft (samt Cracker, Feigen und Erdbeere) und bin wohl jetzt ein Käsefan! War total lecker, sollte man in Deutschland auch öfter zubereitem. Am besten hat mir allerdings der Neethlingshof gefallen, aufgrund des Anliegens und weil diese ein Pairing angeboten haben. Also Fingerfood mit dem dazu passenden Wein! Ich kann sagen: schon allein das Essen war der Hammer! Eine Beeffrikadelle auf Brötchen mit Schokoladenmarinade, Samoosa und Cheesecake war dabei. Und das zusammen mit dem Wein auch nur für R60. War's auf jeden Fall wert! Damit war der Tag aber noch nicht vorbei und sollte sogar noch besser werden! Wir sind gegen 4 in Stellenbosch aufgebrochen, um in Camps Bay zu Abend zu essen. Nach einem leckeren Salat als kleine Stärkung haben wir uns dann fertig fürs Hiking gemacht. JA, ihr hört ganz richtig! Wir sind den Lions Head hochgewandert, hat uns etwa 1 einhalb Stunden pro Strecke gedauert und bot einen besseren Ausblick über die Stadt und das Meer als vom Tafelberg. Vermutlich auch deshalb, weil wir Sonnenuntergang und den Vollmond sehen konnten! Zwar war der Aufstieg nicht ganz ohne und auch nicht ungefährlich, aber dennoch haben es sich sehr viele andere Menschen an dem Tag auch vorgenommen. Somit war es eher eine Massenwanderung und wenn etwas passiert wäre, wäre mit Sicherheit sofort Hilfe zur Stelle gewesen! Aber keine Sorge, wir haben uns nicht mal einen Kratzer geholt :) es sind unglaublich schöne Fotos entstanden, die ihr ganz bald bewundern könnt! Viele haben dort oben ihr Picknick aufgeschlagen und eine Flasche Wein geköpft. Wir waren vernünftig und haben den Abstieg noch im Hellen bewältigt. Es war dennoch witzig mit anzusehen wie später die ganzen Leute mit ihren Taschenlampen den Berg heruntergewandert sind! Überall kleine Lichter.

Für Mittwochabend haben wir uns Karten fürs Stadion - Ajax Cape Town gegen Bloemfontain Celtics (die von dem ehemaligen Arminia Bielefeld Trainer trainiert wird) besorgt und uns bei nicht ganz so vollem Stadion *hust* am Abend ein zum Ende hin recht spannendes Spiel angesehen. Dieser Tag war zur Abwechslung mal recht relaxt.

Donnerstagmittag ging es für uns beiden dann schlieβlich, einen Tag vor Christians Abflug, nach Robben Island. Weil wir wieder mal Glück hatten, wurden wir von einer Yacht zur Insel gebracht und hatten auf dem Deck einen schönen Blick auf den Tafelberg. Grund dafür war, wie wir später erfuhren, dass die Fähre, die sie normalerweise nutzen und 300 Gäste fasst, sich mit dem Tod Mandelas auch verabschiedet hab. Erst war ich von dem Besuch ein wenig enttäuscht, weil ich mir mehr Geschichte dahinter gewünscht hätte, aber dies hat sich dann mit dem Film "Mandela - Long Walk to Freedom" einige Tage später erübrigt. Solch ein bewegender, historisch wertvoller Film, den man nicht verpassen sollte! Gut war, dass ich ihn mir noch hier in Südafrika ansehen konnte, auf Englisch ist es mit Sicherheit sehr viel authentischer. Die Nachbarstochter von Gaby, die hier für die Weihnachtstage zu Besuch ist, hat mich begleitet. Die Veranstaltung hat mich ganze R29 gekostet, was in Deutschland wohl eher das Zehnfache kostet! Zurück zum Besuch der Insel. Der Guide war ein ehemaliger Gefangener auf Robben Island (für lange 9 Jahre), was es natürlich ebenfalls sehr authentisch gemacht hat. Leider habe ich ihn nicht so gut verstehen können und die Anlage und Gruppe war einfach zu groβ! Kein Wunder, in dieser Zeit möchte vermutlich jeder dorthin. Es war beeindruckend die Zelle Mandelas zu sehen, in der er 18 Jahre seines Lebens verbrachte. Auf dem Weg zurück war schrecklicher Seegang und mir wurde etwas schlecht. Zum Glück war ich gut ausgestattet und hatte Superpep dabei. Wir fuhren im Anschluss zu Gaby und brachten mein Gepäck vorbei und dann wieder zum Hotel, damit Christian sich fertig machen konnte, um zum Flughafen zu fahren. Da wir mindestens 5 Nächte im Hotel buchen mussten, war ich leider für eine Nacht alleine dort. Am nächten Tag habe ich dann versucht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Somerset West zu kommen - eine Erfahrung, die ich vermutlich nicht nochmal machen möchte, so unübersichtlich wie es dort in Kapstadt ist. Wahrscheinlich hatte ich einfach Pech, aber ich wurde von mehreren Angestellten in die Irre geführt und habe schlieβlich den Bus nicht finden können, der aber definitiv ohne mich gefahren sein muss. In der Not habe ich meinen Freund den Taxifahrer angerufen, der jetzt nicht mehr mein Freund ist, weil er mich auf dem Weg nach Stellenbosch vergangenen Montag sitzen gelassen hat. Immerhin bin ich sicher in Somerset West angekommen und nun seit einer Woche bei Gaby.

Kurz zu den Unternehmungen hier, weil ich uns gleich eine Gemüse-Reis-Pfanne koche: am zweiten Tag stand ein Ausflug nach Paarl zum Taalmonument an. Dort haben wir nett Lunch gegessen! Am Morgen haben wir den monatlichen Craft Market besucht, der mir wirklich gut gefallen hat und wo ich ganz viele Sachen wiedererkannt habe, die Anke, Mama und Oma in ihren Häusern haben. Am Wochenende habe ich Kekse für Weihnachten gebacken - eigentlich wollte ich ja Nusskipferl machen, aber ohne Haselnüsse ging das schlecht, also habe ich Mandel mit einem Schuss Amarula genommen. Das Resultat konnte sich sehen lassen! Montag hatte ich dann die Easy Riders Wine Tour von Stellenbosch aus für mich gebucht, weil ich auch nochmal auf den Genuss kommen wollte. Wir wurden zu 4 verschiedenen Gütern - Simonsig, Fairview, Dieu Donne und Boschendahl - nach Paarl und Franschoek gefahren, hatten dementsprechend 4 Wine Tastings, Cheese & Chocolate Tasting sowie Mittagessen war alles inklusive (bei R450 ein echt fairer Preis). Es war ein sonniger Tag mit netten Leuten aus Amerika, Frankreich, Deutschland und Südafrika ♥

Am 24. wurden wir von Mama zum Velgelegen Weingut zum Picknick eingeladen, welches wir unter Bäumen im Schatten hinter einem Rosengarten sehr genossen haben. Das Essen war sehr gut, es gab leckeres Brötchen, dazu Aufschnitt, Quiche, herzhaften Muffin, 2 Salate, eine Käseplatte und Cheesecake mit Tee als Dessert. Das Weingut hat mir echt gut gefallen, es war sehr weitläufig und dort stehen viele kleine alte Häuser und Bäume. Fotos davon folgen ebenfalls! Gaby hat das Picknick auch sehr gut gefallen ;)

Abends haben wir uns dann mit Weihnachtsgrüβen lesen, Weihnachtsanrufe tätigen und Naschen beschäftigt. Den nächten Morgen, der eigentliche Feiertag in Südafrika, wurden wir zu Gaby's Nachbarn zu Scones und Tee eingeladen. War super lecker und sehr nett! Die haben sich wirklich Mühe gegeben und wir haben unterm Sonnenschirm direkt neben dem Pool gesessen, den ich hier auch täglich für eine kleine Abkühlung nutzen darf. Die Nachbarstochter spricht flieβend Deutsch und arbeitet in einer Firma in Kapstadt mit deutschem Chef und ist sehr nett. Freue mich schon auf meinen letzten Besuch in dieser tollen Stadt und sehe euch dann alle am Samstag. Nun ists auch gut mit dem Bericht. Könnt ihr euch ja auf zwei Tage aufteilen, dann habt ihr noch was zum Lesen! :D

Hab euch lieb ♥ Bis zum Wochenende!

Donnerstag, 12.12.2013

Hoch hinaus!

Ich melde mich zurück aus Cape Town! Seit gestern sind wir hier und der Tag heute war recht anstrengend. Ausschlaggebend dafür war hauptsächlich das Wetter, 30 Grad und strahlender Sonnenschein! Angekündigt hat sich dieses bereits in Somerset West, wo wir zuvor meine Tante um Ecken besucht haben. 

Auf dem Weg dorthin hatten wir natürlich noch einige nennenswerte Aufenthalte. Nach Aufbruch in Oudtshoorn sind wir zu einem nahegelegenen Wasserfall gefahren, sowie zur Garden Route Game Lodge in Albertinia, wo wir eine zweite Safari – dieses Mal mit Löwen! - gemacht haben. Eine sehr schöne Anlage haben sie dort! Da an dem Tag eine Hochzeit anstand, wurden wir zum Essen auf eine Terrasse direkt am Pool geschickt, wo sich auch die Gäste der Anlage aufhielten.

Auf dem Weg zum Wasserfall! gut getroffen :) Da mussten wir vom Auto auf Fuß umsteigen.. geklettert wurde auch! Buffelsdrift Game Lodge loos gehts zu groß zum Essen.. wie das Männchen auf seine Partnerin aufpasst! Baby Zebra :) Hallooo :)

Das Ziel an dem Abend war Mossel Bay. Dort angekommen haben wir ein wenig die Gegend erkundet und sind in einem Seafoodrestaurant direkt am Wasser auf Fish & Chips eingekehrt. Geschlafen haben wir in einem zum Hostel umgebautem Zug, dem Santos Express! Shark Cage Diving für den nächsten Morgen wurde aufgrund von starkem Wind abgesagt. Nur nebenbei bemerkt: die Idee dies zu buchen war nicht meine, sondern Christians. Stattdessen besuchten wir das Bartolomeu Diaz Museum, welches 5 Gehminuten von unserem Hostel entfernt war und fuhren etwas eher zu unserem nächsten Ziel – Hermanus. Dieses war 3 einhalb Stunden Autofahrt entfernt und mit wunderschöner Landschaft verbunden. Die Fahrtzeit teilten wir uns fair auf :)

Blick vom Hostel aus Santos Express Romantik pur! Das Schiff Bartolomeu Diaz' seine Route auf der Jagd nach indischen Gewürzen :) Post Tree Shoe Von dort aus kann man unser Hostel entdecken!

Unser Hostel in Hermanus war neben uns voll ausgebucht von einer Gruppe Studenten aus Stellenbosch. Dementsprechend war die Nacht nicht besonders ruhig. Netterweise hat uns der Vermieter in ein besseres Zimmer hochgestuft, sodass wir nicht allzu viel von dem Lärm mitbekommen. Nach einem sonnigen Tag am Strand OHNE SONNENBRAND, nur mit Bräune ;) einem leckeren Mittagessen im ‚Burgundy‘ direkt am Wasser und anschließendem Sonnenuntergang haben wir den Abend mit einem Bierchen ausklingen lassen. Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstück mit selbstgemachter Marmelade, bevor es dann weiter nach Somerset West ins Topsy Turvy ging. Auf diesen Aufenthalt habe ich mich schon sehr gefreut. In dem Pool schwimmen und die Aussicht genießen, welche meine Mami, Tante und Oma vor 2 eineinhalb Jahren auch genossen haben. Es war seehr schön! Am Abend haben wir noch eine Flasche Wein auf der Terrasse getrunken und einige Runden Dart gegeneinander gespielt. Tante Gaby hat uns beim Topsy Turvy am nächsten Morgen abgeholt und wir sind zum Weingut Lourensford gefahren. Christian und ich haben eine Weinprobe gemacht, unsere erste in Südafrika, auf die noch einige folgen werden.. Stellenbosch ist schließlich die Hochburg. Im Anschluss sind wir nach Gordon's Bay gefahren und haben zu Mittag gegessen und sind am Strand spazieren gegangen. Bei Spar haben wir uns noch Käse und Wein besorgt und abends Bayern gegen Manchester City geschaut, was Christian ab dem 2:3 nicht mehr so gut gefallen hat, verständlicherweise :P

Tag am Strand in Hermanus im Burgundy süßes Restaurant :) er kanns mal wieder nicht lassen.. kurz danach war die Sonne verschwunden! unser Zimmer.. ..mit direktem Zugang zur Terrasse mit Pool Wolkendecke :) tägliche Übungen mal wieder kann er es nicht lassen.. Wein genehmigt. dort gab es unser Frühstück :) :-* ein Dank geht an Erik Winetasting Lourensford

Nun fragt ihr euch bestimmt schon die ganze Zeit was der Titel meines Blogeintrags zu bedeuten hat. Hier kommt die Antwort:

Am zweiten Tag in Kapstadt waren Christian und ich paragliden. Wir konnten die Stadt wunderbar aus der Luft betrachten, besonders das Stadion und die Stadtteile Seapoint und Greenpoint. War ein tolles Gefühl und wir sind beide sicher gelandet! Man ist übrigens anfangs nicht wirklich gesprungen, sondern hat eher ein paar Schritte gemacht und wurde dann an die Luft 'gezogen' :) War eine tolle Erfahrung und hat Christian als Alternative zu Skydiving auch Spaß gemacht.

mentale Vorbereitung! Vorbereitung zum 'Absprung' :) wahnsinnig toller Ausblick!

Wie ihr vermutlich merkt hänge ich mit dem Schreiben etwas hinterher, was daran liegt, dass wir viel unternehmen und nicht immer Internetzugang haben. Gerade sitzen wir in Stellenbosch auf dem Blaauwklippen Weingut, Christian probiert Weine durch und ich lade Bilder. Führe den Blog weiter sobald es mir wieder möglich ist! Liebe Grüße aus Cape Town!!! ♥

Sonntag, 08.12.2013

Erlebnisreichste Woche in SA

Nach einer guten Woche finde ich nun mal wieder Zeit und ausreichende Internetverbindung, um von unseren Erlebnissen auf der Garden Route zu berichten. Eins vorweg: es war definitiv die abwechslungsreichste Woche meines gesamten Aufenthalts! Sowohl landschaftlich, als auch von den Aktivitäten :)

Am 01.12., also den ersten Advent, ging es über Natures Valley nach Plettenberg Bay ins Abalone Beach House. Ein wirklich tolles Hostel! Wie der Name schon sagt, war Natures Valley natur pur, wir konnten den Strand entlang laufen und es waren kaum andere Menschen dort. Die Bewohner von diesem Ort haben sich dort wirklich nette Häuser hingesetzt und können von dort aus vermutlich direkt auf die Lagune schauen.

Angekommen in Plettenberg Bay haben wir zunächst unser Gepäck im Hostel abgeladen und sind eine Runde in den Pool, um uns abzukühlen. Danach haben wir direkt am Strand bei einem guten Italiener namens „Enrico“ Pizza gegessen, uns im Anschluss in lange Klamotten geschmissen und sind zum Tenikwa Wildlife Awareness Centre gefahren. Hier einige Fotos von der Dachterrasse des Hostels und der Umgebung.

Plettenberg Bay von oben ;) Unser Double Ensuite Zimmer :) Enrico's Direkt am Meer mit möglicher Sichtung von Walen und Delphinen.Leider war der Wellengang sehr stark, als wir dort waren.

Vorab: dieser Park war, abgesehen von der Tatsache, dass wieder mit wilden Tieren Geld gemacht wird, wirklich darauf bedacht gute Bedingungen zu schaffen, damit sich die Tiere dort wohl fühlen. Der Cheetah Sunset Walk, den wir dort gemacht haben, war eine aufregende Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Wir sind mit Geparden durch den Wald spaziert und konnten zeitweise die Leine übernehmen. Natürlich sind diese Tiere trainiert und machen diesen Walk zweimal täglich mit Touristen, haben aber dennoch ihren eigenen Kopf. Welcher Weg eingeschlagen wurde, bestimmten die beiden Tiere, nicht die Guides. Wir waren eine Gruppe von sechs Leuten plus drei Guides, die aufgepasst haben, dass wir richtig mit den Tieren umgehen. Christian hat bei einem kurzen Stop Chester, dem männlichen Gepard, etwas Wasser in einen Napf gegossen und ist mit ihm im Anschluss etwa 2 km alleine voraus gelaufen. Videos sind auch ein paar entstanden und werden dann nach unserer Rückkehr gezeigt!

Leine schön hoch halten und jaa viel Spielraum lassen! Rückweg ging sehr flott - also auch Bewegung für uns :Dschöne Tiere!

Wieder bei dem Camp angekommen, gab es Wein oder alkoholfreie Getränke und kleine Snacks, die in dem Preis beinhaltet waren. Insgesamt dauerte der Cheetah Walk zwei Stunden und war sein Geld definitiv wert. Wir leben beide noch und hatten absolut Respekt vor diesen beiden Wildkatzen! Dieses Erlebnis wird definitiv ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Die nächste Animal Interaction ließ nicht lange auf sich warten - ein Besuch des Knysna Elephant Parks stand auf dem Plan. Vor diesen Riesen hat man allein schon wegen ihrer Größe Respekt. Zuerst haben wir die Tiere gefüttert, danach konnten wir ein paar Aufnahmen machen!

damit sind wir zu den Elefanten gefahren! ratzfatz war unser Futterkorb leer! so eine Nahaufnahme ist selten!

Den zweiten Tag in Knysna nutzten wir für eine Bootstour durch die Lagune. Da wir keine Lust auf zu viele Touristen und Gedränge hatten, haben wir auf eine privatere Variante zurückgegriffen. Wesentlich günstiger und sogar mit Gratis Wein und Austern (sehr berühmt für diese Gegend und überall zu finden) hat uns das auch dementsprechend gefallen. So schön war das Wetter während der Fahrt (nur etwas windig!)

ein Toilettenschild am Hafen.. ein Stück Wahrheit ist da schon dran! :) unser Capitan! geschmeckt haben die Oysters nicht wirklich :D ♥

Das Hostel in Knysna kam bislang dem Wort 'Backpacker' am nähesten. Ungemütliches Bett und kein angenehmer Geruch in den Zimmern. Immerhin konnten wir die Zeit dort mit Billiard und Kicker totschlagen. Am Morgen der Weiterfahrt haben wir noch einen Stop bei dem Knysna Heads Aussichtspunkt gemacht :) schöne Blicke von dort oben!

ich würde sagen - bester Ausblick bislang, auch wenn Knysna nicht zu meinen Lieblingsorten zählt. Da oben müsste man wohnen! mal eine andere Perspektive..

Bei dem darauffolgenden Roadtrip passierten wir auch Wilderness, wo wir kurzerhand bie einem netten Restaurant direkt am Strand angehalten sind und noch einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht haben und einem Kitesurfer zusehen konnten. Am Victoria Bay haben wir auch noch kurz halt gemacht und die Aussicht dort genossen.

Prawns mit Kokusnuspanada Victoria Bay Distanzen!

Als nächstes Ziel stand Oudtshoorn an. Wir verbrachten ganze drei Nächte im Karoo Soul, was absolut komfortabel und sehr sauber war. Tagsüber haben wir die Cango Wildlife Ranch, die Highgate Ostrich Farm und die Cango Caves besucht. Außerdem haben wir noch zwei Abstecher zu einem Wasserfall, der auf der Strecke zwischen unserem Hostel und den Cango Caves lag und zum Buffelsdrift Park gemacht, in dessen Restaurant wir Tee und Milchshake getrunken haben. Abends sind wir auf Cocktail und Bier und zum Essen ausgegangen, u.a. im Karoopot! Mir haben diese Tage dort bisher (vermutlich auch aufgrund des tollen Wetters und der netten Hostelanlage samt Pool und schöner Terrasse zum Frühstücken) am besten gefallen. Hier einige Eindrücke:

Es ist soo cool, dass man diese Tiere hier auch in freier Wildbahn entdecken kann :) NA NA NA Der Eingang der FarmAngekommen bei der Highgate Ostrich Farm Ostrich Egg Production Babystrauß :) Danke fürs Posen! Da wird er einfach weggeschickt, der Strauß! ..damit Christian ihm an die Eier kann :D Dicke Schale, weicher Kern. so fotogen! unser Guide sieht ja gemütlich aus.. bis zu 80km/h können diese Tiere erreichen   die berüchtigte R62! Die Cango Caves beeindruckend! wenn man genau hinschaut: eine aufgeschlagene Bibel, ein Kreuz (darunter) und rechts ein Engelsflügel

Als wir in Oudtshoorn waren, wurde die Nachricht über Mandela's Tod in den Medien verkündet. Mittlerweile wird jeden Tag im Radio darüber berichtet, es gibt Reden von Menschen, die ihn kannten und es werden Lieder gespielt, die mit ihm in Verbindung stehen. Bis auf eine Menschenmenge vor der Kirche mit Liveband am Tag nach seinem Tod, haben wir auf der Straße nicht viel von der Trauer der Menschen mitbekommen. Ich hoffe, dass das Land keine Rückschritte verkraften muss, jetzt wo der Nationalheld nicht mehr lebt. Es wäre schön, wenn die Kraft von und der Einfluss durch diesen beeindruckenden Mann weiterhin anhält. Rest in Peace, MADIBA ♥